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Fanfiction

Heart with no Companion - 10. Snape

von eule20

Kapitel 10: Snape


Snape hätte sich sicherlich über den geschockten Gesichtsausdruck von Poppy Pomfrey amüsiert, als er aus dem Flohnetzwerk stieg, wenn er nicht ihm gegolten hätte. Tatsächlich war es nicht der Schreck der ihn so sehr störte, sondern dieses latente Misstrauen was sich dahinter verbarg. Es war ja nicht so, dass dies das erste Mal war, dass er im Krankenflügel auftauchte (normalerweise jedoch nicht mit grünen Flammen) und einen Schüler in seinen Armen trug - sofort fiel ihm Dennis Creevey ein.

„Severus... ist das - ist das Hermine Granger?“, brachte sie schließlich stotternd heraus.

„Ich sehe deine Beobachtungsgabe ist so exzellent wie immer“, antwortete Snape sarkastisch. “Und bevor Du fragst, nein, ich habe sie nicht entführt.“

Poppy hatte den Anstand zu erröten und glättete nervös, mit ihren Handflächen, ihren Kittel. „Was tut sie hier?“

Snape ignorierte sie kurz, als er Hermine sanft in ein leeres Bett legte, ehe er sich wieder zu der älteren Frau umdrehte. „Sie kommt zurück nach Hogwarts. Albus und deine Schwester erledigen im Moment die Formalitäten.“ Seine Hand wanderte aus eigenem Antrieb hinter sich und berührte Hermines Arm, ganz so, als wollte er sich davon überzeugen, dass sie noch immer da war. „Sie ist in ihrem eigenen Geist gefangen, Poppy.“

Die Medihexe bewegte sich daraufhin und trat näher an das Bett, um auf das unnatürlich dünne Mädchen zu schauen, welches still dalag. „Das ist unmöglich. Albus hat es versucht...“

„Ich weiß was Albus versucht hat“, unterbrach Snape. „Aber sie ist da. Ich habe mit ihr gesprochen.“

„Und sie war sich die ganze Zeit... dessen bewusst?“, fragte Poppy zittrig. „Was für ein Albtraum.“

„Allerdings“, der Zaubertränkemeister wandte ihr den Rücken zu, um das Mädchen anzusehen. „Ich muss gehen und dafür sorgen, dass Räumlichkeiten für sie und deine Schwester vorbereitet werden. Kannst du bei ihr bleiben, Poppy? Bitte? Ich möchte nicht das sie denkt, dass sie wieder allein gelassen wird.“

Seine Stimme war sanft als er das sagte und Reue schwang darin mit, wie Poppy es noch nie bei ihm gehört hatte.

„Wieder allein gelassen?“

Snape verkreuzte seine Arme, seine Haltung war gerade und steif unter dem weißen Hemd, welches er trug. „Sie dachte ich hätte sie vergessen, als meine Besuche nach Creeveys Unfall endeten“, antwortete er und der sanfte Ton war durch seine übliche Kühle ersetzt worden. Sein blasser Kiefer war angespannt, so als wollte er zeigen, dass er das nicht weiter ausführen wollte, doch der Augenblick verstrich still und er drehte sich mit vertrautem Blitzen zu der Medihexe um. „Sie kann dich sehen, wenn du in ihrem Blickfeld bleibst und sie kann jedes Wort hören das du zu ihr sagst. Wenn du gehen musst, bevor ich zurückkomme, dann sag es ihr bitte.“

„Natürlich, Severus“, stammelte Poppy und erlaubte sich, etwas von der Überraschung die sie fühlte auf ihrem Gesicht erscheinen zu lassen.

Snape lächelte sie nicht an, doch er nickte ihr höflicher zu, als Poppy es jemals gesehen hatte. „Danke.“

Er drehte sich noch einmal um, um die junge Frau anzusehen, beugte sich soweit herunter, dass er ihr direkt in die Augen schauen konnte und erlaubte sich selbst in ihren Geist einzudringen.

Er fand sich im Zaubertränkelabor wieder. Wundersamerweise war die Szenerie, im Vergleich zum letzten Mal, völlig verändert. Alle Spuren von Staub und bröckelndem Mörtel waren verschwunden. Der Steinboden war sauber, die roten Vorhänge an den großen Fenstern waren beiseite geschoben, um das Sonnenlicht hereinzulassen. Er bemerkte die hinzugefügten Fenster mit einem Grinsen und richtete seine Aufmerksamkeit auf die Frau, die über einem vertrauten Eichentisch gebeugt saß.

Sie hatte den Tisch aus seinem Büro praktisch perfekt kopiert, bis hin zu den detaillierten Verzierungen und den verdeckten Knäufen an den Schubladen. Er war plötzlich berührt, dass sie etwas von ihm ausgewählt hatte um es nachzubilden und war zugleich verblüfft über ihre Möglichkeit so etwas zu können. Ihr Federkiel machte eine abschließende Bewegung auf dem Pergament, welches vor ihr lag und dann hob sie ihren Blick und bedachte ihn mit einem warmen Lächeln, welches ihn dazu brachte seinen Atem anzuhalten.

„Hermine.“

„Ja, Severus?“

„Ich muss dich für einen Augenblick hier allein lassen. Ich verspreche, dass ich wieder komme.“

Hermine lächelte daraufhin noch breiter. „Ich habe Ohren, weißt du? Ich habe gehört, was du zu Poppy gesagt hast.“

„Trotzdem möchte ich nicht noch einmal weggehen, ohne dir Bescheid zu sagen.“ Er trat näher um einen Blick auf die verstreuten Pergamente zu werfen. „Was machst du da?“

Hermine bedeutete ihm näher zu kommen, bis er sich über ihre Schulter gebeugt hatte und schob ihm die Seite zu auf der sie geschrieben hatte, als er eingetroffen war. „Ich dachte, ich schreibe alles auf, woran ich mich noch im Bezug auf den Fluch erinnern kann. Ich habe es schon einmal gemacht, aber... ich kann die Rolle nicht finden. Ich denke ich habe sie zerstört, als du sagtest du kämst nicht mehr wieder.“

Snape zuckte zusammen. “Hermine, ich...“

Die junge Hexe unterbrach ihn. “Du wusstest es nicht. Wie denn auch? Hauptsache ist doch... dass du jetzt hier bist.“

Severus konnte darauf nicht antworten. Stattdessen atmete er ihren Duft ein, erlaubte ihm über seine Sinne zu streifen und beobachtete interessiert, wie sie sich leicht nach hinten lehnte und ihr Gesicht zu seinem drehte, ehe er sich hastig ein Stück entfernte. Er konnte spüren wie ihre Hitze ihn durchdrang und wunderte sich, dass dieses Mädchen - diese Frau - sich in seiner Gegenwart wohl zu fühlen schien. Niemand hatte das je zuvor getan.

„Ich bin bald zurück“, murmelte er und entfernte sich bedauernd aus ihrem Geist. Er hasste es sie zu verlassen.

~

Es war eine einfache Aufgabe den Hauselfen beim Herrichten der Räume zuzusehen, die Albus für Hermine und Nettie vorgeschlagen hatte. Er tat nichts, außer Instruktionen an die Hauselfen zu geben und ihre effiziente Arbeit zu überwachen, als sie herumwuselten um die Räume wohnlich zu machen. Hermine würde nur zwei Türen von seinen eigenen Räumen entfernt sein, was Severus mehr freute als er eigentlich gutheißen konnte.

Er tat sich noch immer schwer damit, zu glauben, dass Hermine in ihrem Geist weiterlebte. Er hatte erwartet, als er in Panik ins St. Mongo gerauscht war, dass er nichts weiter als ihren leeren Körper vorfinden würde. Es war für ihn ein Schock gewesen, als er sie gefunden hatte.

Er konnte sich noch genau an das Gefühl erinnern, als sie in seinen Armen weinend zusammen gebrochen war, als er sie inmitten ihrer eigenen Zerstörung ihres Geistes gefunden hatte, in einer realistischen - wenn auch verrotteten - Nachbildung seines Zaubertränkeklassenzimmers sitzend.

Er hatte nie eine schönere Frau gesehen. Die Tiefe der Gefühle, die ihn bei diesem Treffen überschwemmt hatten, hatte ihn bestürzt. Er hatte gewusst, nach einigen betrunkenen Grübeleien und Nächten, die er mit Träumen von ihr durchlebt hatte, dass er begonnen hatte sich etwas aus dem Mädchen zu machen. Wie das hatte geschehen können, konnte er sich nicht erklären - es war ja nicht so, dass er sie kannte, nicht wirklich jedenfalls. Sie war für ihn in erster Linie immer nur eine Schülerin gewesen - eine Besserwisserin mit buschigen Haaren, die ihn mit ihrer Beharrlichkeit, ihrer unstillbaren Neugier und ihrer unerklärlichen Freundschaft zu Weasley und dem Jungen-Der-Lebte-Um-Ihn-In-Den-Wahnsinn-Zu-Treiben irritierte.

Nachdem sie von Malfoys Fluch getroffen worden war, hatten sich die Dinge geändert. Wieso sie das getan hatten, oder wie sie es hatten tun können, in Anbetracht dessen das sie im Koma lag, konnte er nicht nachvollziehen. Eigentlich hätten die Erinnerungen die er von ihr hatte bei dem nervtötenden kleinen Mädchen bleiben sollen. Stattdessen waren die schärfsten Bilder in seiner Erinnerung die von einem mutigen Mädchen, welches sich an seine Seite kämpfte um ihn zu beschützen, wie sie es bei ihren Freunden getan hatte; das brillante Mädchen welches sich in seine Arme geworfen hatte und einen Fluch abbekommen hatte, der ihm gegolten hatte; die zerbrechliche Schönheit, deren Haare bei seinem ersten Besuch im St. Mungos unter seinen Fingern gewachsen waren und sie umschmeichelt hatten, wie tausend seidener Küsse. Es war, als hätte er sie während dieser verhängnisvollen finalen Schlacht zum ersten Mal wirklich gesehen.

Im Gegenzug wurden diese Erinnerungen von seinen Träumen übertroffen, wie sie ihn anlächelte mit ihrem frechen Mund, auf seiner Armlehne sitzend und sich über ihn beugend als er versuchte zu lesen, ihre Finger durch sein Haar gleiten ließ und nach einem harten Unterrichtstag seinen Kopf massierte. Es waren diese Träume gewesen - diese Visionen von den kleinen Dingen die eine Beziehung ausmachten - die dafür gesorgt hatten, dass er sich in sie verliebt hatte.

Es waren Visionen und Vorstellungen von einem Leben von dem er nie gedacht hatte, dass es je seines sein würde und er hatte es sich lange verboten, auch wenn er sich danach gesehnt hatte.

Hermine zu sehen, wie kurz davor war zu sterben, hatte ihn dazu gebracht sich endlich einzugestehen, dass er sie liebte. Genau in diesem Moment hatte er gewusst, dass all seine Verweigerungen unnütz gewesen waren; ohne sie könnte er nie vollständig sein. Sie mochte zwar von einem Fluch getroffen worden sein, der für ihn bestimmt gewesen war, aber sein Leben - welches sich ohne sie leer und einsam vor ihm ausstreckte - war ein Fluch für sich. Und selbst wenn es bedeutete das er an ihrer regungslosen Seite blieb, bis zu dem Tag an dem er starb, dann würde es so sein - sie würden allein sein, doch zusammen bis in alle Ewigkeit. Ein passendes Los für einen Mann wie ihn.

Er erinnerte sich an ihre Stimme, als er sie gefunden hatte, ´Götter.... Ich kann deine Hand auf meinem Haar spüren…´ und an die Art wie seine Hände erst ihre Schultern umfasst hatten und dann die Haut in ihrem Nacken liebkosten, ehe sie zu ihrem Gesicht gewandert waren um es zu umfassen.

Sie hatte gesagt sie bräuchte ihn - ihn - Severus Snape. In ihrem phantasierenden Zustand hatte sie einfach und exakt erklärt, dass sie seine Berührung wollte, seine Küsse wollte und er hatte hart kämpfen müssen um dem nicht nachzukommen, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt nicht geglaubt hatte, dass er real war. Er fragte sich, jetzt wo sie wusste, dass seine Streifzüge durch ihren Geist wirklich waren, ob diese Gefühle aus Scham umschlagen würden.

Als Potter ihn von ihr weggezerrt und ihm ins Gesicht geschlagen hatte, da hatte Severus den jüngeren Mann töten wollen. Er war von Hermines Geist so beansprucht gewesen, dass es verwirrend gewesen war, als sein Bewusstsein aus ihrem herausgeschleudert wurde. Sie hatte endlich begonnen ihm zu glauben und Potter war fest entschlossen die wenigen zerbrechlichen Wahrheiten wieder zu zerstören, die er hatte aufbauen können. Er hatte befürchtet, dass sein kleiner Fortschritt durch sein plötzliches Verschwinden zerstört worden war - sie würde ihm nie wieder vertrauen.

Doch sie tat es. Irgendwie, als es ihm erlaubt wurde wieder in ihren Geist einzudringen, hatte er gespürt, dass sie nach ihm griff und ihn zu sich holte. Sie hatte in der Eingangshalle auf ihn gewartet, an dem Ort an dem er sich ((wiedergefunden)) befunden hatte, nachdem er zum ersten Mal in ihren Geist eingedrungen war. Allerdings waren die Spinnweben und der Staub verschwunden und die Dunkelheit war durch ein helles Licht ersetzt, welches von ihr selbst auszugehen schien. Der einzige Gegenstand der sich noch dort befand war eine Tafel, die mit ihrer kleinen runden Handschrift voll geschrieben war und ein großer, dick gepolsterter Sessel, der mit einem abscheulich roten Velourbezug bezogen war und in den sie ihn prompt hineinsetzte.

Bevor er sich wieder fangen konnte, hatte sie einen Eimer kalten Wassers und einen sauberen Leinenlappen heraufbeschworen und begann vorsichtig sein Gesicht zu säubern.
Er hatte bis dahin nicht bemerkt, dass seine Nase blutete.

`Harry ist ein verdammt großer Dummkopf´, murmelte sie, als sie das kalte Tuch unter seine Nase hielt. ´Wenn er das noch einmal tun sollte, hast du meine Erlaubnis ihm die Eier wegzuhexen!´

´Ich wusste nicht das ich dazu deine Erlaubnis brauche´, antwortete Snape, doch seine Stimme hatte einen neckenden Ton angenommen. Er hätte sie fast nicht als seine eigene erkannt.

´Ich kann es kaum glauben das der Idiot dich geschlagen hat. `

´Er hat nur versucht dich zu beschützen ´, erklärte Snape. ´Ich hätte dasselbe getan, wenn die Situation andersherum gewesen wäre. ´

Hermine starrte ihn an. ´Verteidigst du ihn gerade? ´, ihr Ton war ungläubig. ´Jeder der Augen im Kopf hat konnte sehen, dass du mich nicht verletzt hast. Sag ihm, wenn er sich nicht beherrschen kann, soll er verdammt noch mal aus meinem Zimmer verschwinden.´



Snape grunzte. Sie fuhr für eine Weile fort ihn zu versorgen und er war seltsamerweise damit einverstanden, dass sie es tat. Hin und wieder konnte er spüren, wie ihr Haar über seine Hand oder seine Schulter strich, als sie seine Nase versorgte, oder die leichte Berührung ihrer Arme an seiner Brust. Er hatte sich noch nie so zufrieden gefühlt.

Als sie fertig war, ließ sie ihre Zeigefinger vorsichtig über seinen Nasenrücken gleiten. ´Immerhin hat er sie nicht gebrochen.´

´Wie kannst du das wissen? ´ witzelte Snape und musste sich zusammenreißen sie nicht anzulächeln, als sie begann zu lachen.

Als sie endlich damit aufgehört hatte, schlang sie die Arme um seinen Nacken. ´Ich bin so froh, dass du hier bist.´

Er erlaubte es sich, sich in die Umarmung zu lehnen, genoss das Gefühl ihrer Arme um ihn herum und das ihres Körpers wie er sich an seinen schmiegte. Doch als sich der Anstand in ihm zu rühren begann, rückte er von ihr ab. `Ich kann nicht länger bleiben - Albus und Potter warten auf mich, um deine Existenz zu bestätigen.´

´Jawohl Horton` , sie grinste über seine Verwirrung. `Nun Albus hat mir einige Zitronendrops angeboten und ich hätte gerne eines genommen, auch wenn ich sie verabscheue, nur um sein Gesicht zu sehen, doch ich konnte ihn nicht dazu bringen mich zu hören.´

`Wie originell von ihm´, murmelte Snape und vergrub seine Enttäuschung.

´Ich habe auch darüber nachgedacht´, fuhr Hermine fort, ´wieso du in meinen Geist eindringen kannst und Professor Dumbledore nicht. Ich habe jede Menge Erinnerungen aufgeschrieben und habe ein gutes Stück an Recherche betrieben mit meinen begrenzten Ressourcen bevor, nun ja – vorher. Ich erinnere mich, dass Malfoys Fluch mich in den Rücken getroffen hat, doch ich konnte etwas davon sehen wie es um mich herum glitt um dich genauso zu erfassen. Ich hatte nicht daran gedacht, als ich es mir in Erinnerung gerufen hatte, weil du nicht betroffen gewesen sein schienst, aber vielleicht ist das der Grund, weshalb du hier sein kannst. Etwas von dem Fluch hat dich auch getroffen.´

Severus hatte eine Welle der Bewunderung für ihr intuitives Denken erfasst, und das, obwohl sie die letzten beiden Wochen am Rand des Wahnsinns verbracht hatte. Ihre Kehrtwende und ihre Möglichkeit objektiv nachzudenken ohne sich von dem emotionalen Stress beeinflussen zu lassen, durch den sie gegangen war, brachten ihn dazu lächeln zu wollen. Wie auch immer, wenn er das tat, würde es zu hysterischen Anfällen oder noch mehr Umarmungen führen und keines von beiden wollte er im Moment haben, deshalb hob er nur eine Augenbraue.

´Sonst noch was?´

Sie nickte und betrachtete ihn still, ´Er sagt er hofft, dass ich wirklich da bin, auch um deinetwillen. Es sieht so aus als ob er glaubt, dass du dir..... etwas aus mir machst, und er glaubt nicht das du so gut damit umgehen könntest, wenn feststünde, dass Du mich nur ausgedacht hat, oder wenn ich sterben würde.`

Snape hatte nichts dazu gesagt, sie nur intensiv angesehen, während ihre Wangen sich leicht verfärbten und sie sich auf die Unterlippe biss.

´Und tust du es? ´, fragte sie schließlich.

`Was soll ich tun? ´, wich er ihr aus.

`Machst du dir etwas aus mir?´

Er seufzte, ´Das kommt darauf an was du von mir willst und was nicht, Hermine. ´

Sie runzelte die Stirn, ´Wenn du Gefühle für mich hast, sind sie da, ganz egal was ich sage. ´

´Ich würde dich nicht mit meinen – Gefühlen – belastet, wenn du sie nicht mit mir teilen würdest. ´ Er zuckte zusammen, nachdem er bemerkte wie distanziert das klang, doch sie lächelte ihn weiter an.

´Weißt du dass ich dachte, dass deine besten Besuche diejenigen waren, bei denen du mir von deinem Tag erzähltest und dabei über mein Haar gestrichen hast? ´ Ihre Augen wurden weich als sie sprach und sie lehnte sich an ihn. ´Ich erinnere mich wie du einmal meine Wange mit deinen Fingern nachgefahren hast. Es ließ mich so lebendig fühlen und so - ich weiß nicht - aber noch Stunden später konnte ich die Hitze deiner Hand spüren.´

Während sie gesprochen hatte, hatte sie ihre Hand gehoben und sie leicht auf seine Wange gelegt. Sie erlaubte ihrem Daumen sanft an seiner Nase vorbei und unter seinem Auge entlangzufahren. Er konnte das leichte Kratzen seiner Bartstoppeln unter ihrer Handfläche hören, selbst als er sich noch weiter in die Berührung lehnte um mehr davon zu bekommen. Snape spürte ein Kribbeln bis zu seinen Zehen.

Ihre Augen leuchteten. ´Fühlst du es Severus? Spürst du die Magie, wenn ich dich berühre? Niemand hat mich je so berührt. Niemand wird mich je so berühren dürfen.´



Snape durchlief ein Schauder und er umfasste ihr Handgelenk. Ihre Haut war weich und er konnte ihren Puls fühlen, eine scharfe Erinnerung daran, dass sie noch immer am Leben war. Er hielt ihre Hand fest, offen an seiner Wange liegend, drehte seinen Kopf und küsste die Haut ihrer Handfläche, öffnete dann seinen Mund und biss sanft in ihren Handballen.

Er tat es instinktiv und mit einer Sanftheit von der er nie gedacht hatte, dass er sie besaß. Jedes süße Ausatmen aus Hermines Mund, jedes Stocken ihres Atems als er an ihrem Handballen knabberte, ließen sein Blut heiß werden und es durchlief ihn wie heiße Lava.

´Du bist Magie, Hermine. ´ Seine Stimme war schwer, kratzte vor Emotionen und der großen, süßen Sehnsucht. ´Ich werde dich nie verlassen.´

´Ich werde dich nie gehen lassen´, antwortete sie, doch ihre Worte brannten wie ein Schwur und schienen um sie herum zu glühen. ´Jetzt wo ich es weiß...... Du hast mich gerettet, Severus.´

´Noch habe ich es nicht, aber ich werde es tun´, er ließ ihre Hand los und löste sich mit Bedauern von ihr.

´Ich muss gehen. Albus und Harry.... Ich verspreche bald zurück zu sein.´

Er sah sie noch einen Augenblick an, brannte sich ihr Bild, wie sie vor ihm stand, ein; das Gesicht leicht gerötet die Hände noch in der Luft haltend als ob sie noch immer sein Gesicht hielten, ehe er sich ein kleines Lächeln erlaubte und verschwand.

*
„Professor Snape, wir haben alles getan, Sir“, die hohe Stimme von einem der Hauselfen drang in seine Träumereien ein. Den geistigen Nebel abschüttelnd der ihn umgeben hatte, sah sich Snape in dem Raum um, inspizierte die Schlafräume und das Wohnzimmer.

„Das wird genügen“, stimmte er zu.

Der Elf lächelte ihn schüchtern und ohrenwackelnd an - Snape konnte ihr Geschlecht nie auf einen Blick bestimmen - bevor er ihn mit einem ängstlichen Flüstern fragte: „Ist es wahr, dass Misses Hermine zurück ist, Sir? Sie wird nicht versuchen uns Kleidung zu geben, oder?“

„Nicht sofort, jedenfalls“, murmelte Snape und sah zu wie der Elf heulend und mit einem verängstigten Plopp verschwand, `Noddy mag keine Socken, nein überhaupt nicht.´

Grinsend griff er sich etwas Flohpulver und warf es in den Kamin, sagte Krankenflügel und ließ sich davon tragen. Er war nicht überrascht, dass Dumbledore und Nettie, mit Potter im Schlepptau, eingetroffen waren.

„Severus - Sind Netties und Hermines Räume fertig?“, grüßte Albus mit glitzernden Augen, als der jüngere Mann verächtlich auf die Asche auf seinen Schultern starrte.

„Gerade fertig geworden, Albus“, antwortete Snape und registrierte keine der anwesenden Personen als sein Blick auf Hermine fiel. Sie war fast zu ihrem alten gesundheitlichen Zustand zurückgekehrt und die Wandlung war atemberaubend. Er löste den Blick nur widerstrebend von ihr, als er Potters gereiztes Schnauben hörte.

„Ich kann immer noch nicht erkennen, weshalb sie in den Kerkern untergebracht werden soll.“

„Es wird sie davor bewahren zu einer Sehenswürdigkeit zu werden“, antwortete Albus. „Dort unten wird sie nicht von Schülern belästigt werden, die einen Blick auf die berühmte Hermine Granger werfen wollen. Und es ist praktischer für Severus. Er wird jede Menge Zeit mit ihr verbringen um eine Heilung für sie zu finden.“

Potter erstarrte, seine grünen Augen brannten als er Snape ansah. „Glauben sie ja nicht, dass ich sie nicht im Auge behalten werde.“

Severus schnarrte: „Ich plane nicht sie zu verletzen, Potter. Ich möchte sie nur befreien. Nun, wenn es dir nichts ausmacht, ich denke wir sollten Hermine und Madam Pomfrey in ihre Räumlichkeiten bringen. Es war ein anstrengender Tag heute und ich habe Hermine versprochen, so schnell wie möglich zurückzukommen.“

Er trat vor und zum zweiten Mal an diesem Tag nahm er Hermine hoch und hielt sie sanft in seinen Armen. „Ich bringe dich jetzt in deine Räume, Hermine. Madam Pomfrey“, er nickte Nettie zu, „Würden sie so freundlich sein und mir folgen.“

Das letzte was er hörte, als er im Flohnetzwerk verschwand, war wie Potter ihm nachrief: „Ich traue ihnen nicht, Snape.“

„Aber Hermine tut es“, murmelte er in sich hinein und trat in die neuen Räume. Und sie ist die Einzige bei der es zählt.


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