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Fanfiction

Heart with no Companion - 17. Hermine

von eule20

Kapitel 17 Hermine

Severus war verwirrt. Hermine beobachtete ihn amüsiert, während er mit Sybil Trelawney sprach und sein Bestes gab, ruhig zu bleiben, angesichts ihrer nichts sagenden Antworten auf seine Fragen. In ihrem Kopf war er hingegen schneidend und sarkastisch.

„Wirklich Sybil - ich muss alle Farben festhalten, die wir in diesem Zaubertrank unterbringen müssen.“

„Alle Farben des Regenbogens“, antwortete Trelawney träumerisch.

„Als ob ich Zeit hätte, mir Regenbogen anzuschauen“, schnarrte er zu Hermine. Sie versuchte nicht zu lachen.

„Spezifizier das, Sybil - Ich brauche nur den Standard.“

Trelawney strahlte ihn an, blinzelte grotesk hinter ihren Brillengläsern und fing an zu summen.

Snape starrte sie entgeistert an. „Was in aller Welt machen sie da, Frau?“, knurrte er, als sie anfing fürchterlich falsch zu singen.

In ihrem Verstand fiel Hermine lachend mit ein, ´Rot und gelb und pink und grün, violett und orange und blau, ich kann mir einen Regenbogen singen, einen Regenbogen singen, kann mir auch einen Regenbogen singen!´

´Oh Götter´
, murmelte Snape, sein Gesichtsausdruck war unbezahlbar. Trelawney sang immer noch, aber Hermine hatte aufgehört und stand nun mit den Armen um seine Hüfte geschlungen da und versuchte ihr Gelächter an seiner Brust zu dämpfen.

„Singen Sie mit mir, Severus!“, bat Trelawney, als sie einen neuen Vers begann. „Hör auf dein Herz, hör auf deine Seele und besinge alles was Du fühlst. Wenn du einen Rgenebogen singen kannst, einen Regenbogen singen kannst, weißt du das Liebe wahr ist. Rot und gelb und pink und grün...“

„Ja, ja“, unterbrach Snape abfällig. „Ich hab´s verstanden, danke. Sind da noch spezielle Farben auf die wir uns konzentrieren müssen - irgendwas was mehr oder weniger darin vorhanden sein muss?“

„Natürlich dürfen Sie ihrem System nicht noch mehr grau hinzufügen“, strahlte Trelawney ihn an. Doch Sie müssen schwarz für das Gleichgewicht hinzufügen, weiß für die Reinheit und etwas Durchsichtiges für Klarheit. Denken Sie, wenn das hier einmal getan ist und Sie Hermine zurück gebracht haben, dass wir zusammen an einem Essay über die Virtuosität von Zaubertränken im Bezug auf Auren arbeiten könnten? Ich versichere Ihnen, dass es in den Wahrsagekreisen wohlwollend empfangen werden würde. Es wäre quasi bahnbrechend!“

„Ich bin mir nicht sicher, dass ich Zeit dafür haben werde, Sybil“, antwortete Severus. Er biss seine Zähne so fest zusammen, dass es Hermine überraschte, dass sein Kiefer nicht brach. All diese höfliche Behandlung gegenüber Trelawney brachte ihn um.

Hermine grinste ihn an, ´Ich denke nicht, dass dein Ruf es überleben würde, wenn du als ihr Co- Autor fungierst. Niemand würde dich danach mehr ernst nehmen.´

´Schon jetzt scheint mich niemand mehr ernst zu nehmen´
, eriwderte Severus. `Die denken alle ich hätte meinen Verstand verloren.´

„Gibt es da noch etwas – irgendetwas - das ich wissen sollte, Sybil?“

Die Wahrsagelehrerin lächelte ihn an, „Nicht dass ich wüsste, aber noch mal - Auren sind wirklich nicht mein Spezialgebiet. Severus...“, sie machte eine Pause, ließ ihren Säuferanschein fallen und wog ihre Worte sorgfältig ab, „wenn Sie soweit sind um Miss Grangers Aura auszugleichen, dann hoffe ich, dass Sie mich daran teilhaben lassen werden. Schlussendlich kann ich Ihnen sagen was mit Ihnen und ihr geschieht - ich könnte Ihnen etwas assistieren.“

Hermine sah Snape schockiert an, ´Sie hört sich wirklich vernünftig an.´

´Und es ist eine gute Idee´
, seufzte Severus widerwillig. ´Sie ist bisher wirklich nützlich gewesen.´

„Ich bin mir sicher, dass ich Sie informieren werde, wenn wir soweit sind, Sybil“, antwortete er, „wir schätzen ihr Angebot.“

Trelawney strahlte, „Danke, Severus. Ich denke es obliegt uns allen, Ihnen dabei zu helfen diesen Fluch zu brechen. Sie sind so fügsam wenn Sie glücklich sind.“

~~

Es war eine seltsame Wendung der Ereignisse für Hermine, nicht zuletzt weil Harry ernsthaft zu versuchen schien eine Hilfe zu sein, anstatt bei jeder Gelegenheit gegen Severus zu arbeiten. Es schien, als hätte das Gespräch mit Nettie geholfen und Hermine konnte nicht glücklicher sein.

Anderseits konnte sie auch nicht aufgeregter sein. Sie war sich sicher, dass sie bis zum Ende der Woche wieder frei sein würde – frei, um mit ihren Freunden zu reden, zu lachen, Severus zu beweisen dass sie ihn liebte, auch wenn sie nicht mehr in ihrem Geist gefangen war.

Sie wusste dass Albus, warum auch immer, besorgt war. Es war schwer gewesen seine Besorgnis zu übersehen, als Severus erklärt hatte, was er meinte was vor sich ging. Die Vorstellung, dass der Fluch in ihr immer noch aktiv und lebendig war, war kein schöner Gedanke. Allerdings verweigerte sie auch jede Idee, dass dieser Fluch Severus irgendwie gefangen nehmen konnte und sie beide einsperrte.

Das eine Mal, als sie es ihm gegenüber erwähnt hatte, hatte er sie eindringlich angesehen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich dich befreien kann, Hermine. Habe ich dich jemals angelogen?“

Natürlich hatte er das noch nie – nicht einmal, als sie noch seine Schülerin gewesen war und ihn nicht gemocht hatte. Er stand zu seinem Wort, auch wenn der Empfänger nicht mochte, was er zu hören bekam

„Bist du dir sicher, dass der Fluch dich nicht verletzt?“ hatte sie ihn dann gefragt, „Ich weiß, dass Nettie sehr besorgt ist – sie sagt du isst nichts.“

„Ich hatte in letzter Zeit anderes im Kopf“, er hatte diesen Satz praktisch geschnurrt, seine Augen glänzten dunkel. „Außerdem bin ich sehr mit diesem Trank beschäftigt. Sehe ich krank aus?“

Hermine hatte ihn aufmerksam betrachtet und bewunderte das blau-schwarz seines Haares, welches ordentlich mit einem dünnen Lederband zurückgebunden war. Er war wieder hemdsärmelig, die Ärmel geöffnet und hoch gerollt offenbarten blasse, kräftige Unterarme. Seine Haut hatte diese unheimliche Blässe verloren, die sie immer mit ihm verbunden hatte - auch wenn er immer noch blass war, so schien er doch vor lauter gesunder Vitalität zu glühen. Er war nicht gutaussehend, aber er sah gut aus - stark und sauber und gesund.

`Du bist das Bild von Gesundheit, erwiderte sie ehrlich. `Ich weiß nicht, wovon alle reden.“

~~~~~~~

„Ich kann mich nicht an einen überhilfsbereiten Potter gewöhnen“ , brummte Snape, als er zwei Tage nach seinem Besuch in Azkaban die Bibliothek betrat. „Das ist nicht normal und bereitet mir Magenschmerzen.“

Hermine verbarg ihr Lachen hinter dem Buch was sie las. Sie griff nach oben und tätschelte unbewusst die Hand, die er auf ihrer Schulter platziert hatte, als er sich bewegte hatte um sich hinter sie zu stellen. `Was hat er jetzt wieder getan?“, fragte sie.

„Er hat mir ein paar rote wildwachsende Buschwindröschen von Holly Meadows gebracht, zusammen mit violettem Storchschnabel und weißem Bärlauch - er dachte wir könnten sie in dem Trank verwenden.“

„Und das ist ein Problem, weil?“

„Ich bin es nicht gewohnt, dass Potter sein Hirn benutzt und finde es verwirrend“, antwortete Snape schneidend. „Wie dem auch sei, es war eine gute Idee Blumen vom Schauplatz des Finalen Kampfes zu sammeln; der Fluch wurde dort gesprochen und das Gebiet hat eine Bedeutung für uns drei. Bist du dir bewusst, dass der Storchschnabel ziemlich bitter werden kann, wenn er mit dem Öl des Bärlauch gemischt wird? Dieser Trank wird ungenießbar sein.“

„Seit wann hindert es dich daran irgendetwas zu brauen?“, erwiderte Hermine und sie seufzte als sie ihr Buch schloss und ihren Kopf an den unteren Bereich seiner Brust lehnte. „Deine Tränke schmecken immer grauenhaft. Ich konnte nie verstehen warum du nicht etwas Pfefferminze hinzufügst um den Geschmack zu verbessern.“

„Meine Pfefferminze verschwenden, um Dinge besser schmecken zu lassen, die widerwärtige Kinder zu sich nehmen müssen, weil sie etwas getan haben, was sie erst in die Lage gebracht hat, diese Tränke trinken zu müssen?“ Severus starrte sie spöttisch an. „Also wirklich, Hermine.“

Sie grinste ihn an. „Ich wusste, dass es einen Grund dafür gab. Fieser Bastard.“

Snape kicherte leicht. „Hattest du Zeit, um an der Liste zu arbeiten?“

„Seit du gegangen bist“, antwortete Hermine. „Ich denke bei schwarz könnte etwas von deinem Haar helfen, um die Verbindung zu kreieren, die wir brauchen um meine Aura zurück an ihren Platz zu bringen. Seit wir nach möglichen Wegen suchen, den Fluch umzukehren denke ich auch, dass es nicht schaden würde fein gemahlenen Obsidian zu verwenden, um das erste Chakra zu öffnen. Ist das soweit in Ordnung?“

„Kein Problem. Was noch?“ Snape rieb seine Finger entlang ihrer Schlüsselbeine und ihrer Schultern, während sie sprachen, was unruhige Funken von Energie durch ihr System rasen ließ.

„Rot muss natürlich Blut sein. Ein paar Tropfen von dir, mir und Harry, weil wir alle drei ja an dem Trank arbeiten. Ich habe überlegt ob es die Mixtur stärken würde, wenn wir vom Lehrerpersonal ein paar Tropfen hinzugeben würden - von denen, von denen wir wissen, dass sie uns lieben. Blutmagie kann ein starkes Werkzeug des Schutzes sein, wie du weißt. Harrys rote Buschwindröschen helfen bei diesem Aspekt auch mit.“

„Natürlich“, stimmte Snape sarkastisch zu. „Die dürfen wir nicht vergessen.“

Hermine ignorierte ihn. „Blau war einfach - Turmalin und Hasenglöckchen. Professor Sprout hat immer die schönsten Hasenglöckchen in ihrem Gewächshaus und vielleicht würde der Nektar die Bitterkeit des Storchschnabels mildern.“

„Zähl besser nicht darauf“, murmelte Severus.

„Hör auf zu jammern und setz dich“, Hermine lächelte zu ihm hoch. „Vergiss nicht, dass du auch etwas von dem Trank einnehmen musst.“

„Hast du irgendetwas geschmeckt von dem, was Nettie dir gefüttert hat, seit der Fluch dich getroffen hat?“ Snape hob spöttisch eine Augenbraue. Hermine antwortete nicht und entschied sich dafür, ihm ihre Notizen zuzuschieben.

„Severus, ich glaube du magst es andere zur Verzweiflung zu bringen.“

Snape verzog seine Lippen, ehe er sich vorbeugte um ihre Notizen zu lesen, `Braun-zerhackte Weidenrinde. Ich denke auch, dass wir etwas von deinem Haar hineingeben sollten.“

„Ich habe nie daran gedacht“, gab Hermine zu. „Ich bin so sehr an den Gedanken gewöhnt, dass sie unkaputtbar sind. Hast du den Gegenzauber für deine Hexerei?“

„Den brauchen wir nicht“, antwortete er seidenweich. „Ich habe etwas von deinem Haar abgeschnitten, nachdem ich es nachwachsen lassen habe, für den Fall dass ich es einmal benötigen würde. Eines der Vorzüge ein Zaubertrankmeister zu sein, ist eine weise Voraussicht zu haben.“

Hermine ignorierte ihn. „Gelb - Sonnenblumenöl und Citrin.“

„Und Dracos Haar. Wir kriegen nichts von Lucius, aber der Fluch könnte es als Nachkomme seines Erschaffers erkennen. Ich glaube, das Malfoyblut könnte als Auslöser wirken, um den Fluch noch einmal sichtbar zu machen.“

„Und wie willst du das anstellen, dass wir da ran kommen?“

Snape zuckte mit den Schultern, „Schon geschehen. Albus sandte die Bitte letzte Nacht an Arthur und der Gefängnisfriseur, hat Malfoy Jr. Heute morgen einen Besuch abgestattet. Das Haar befindet sich in einem Apothekenglas in meinem Büro und wartet darauf genutzt zu werden.“

„Für Pink, dachte ich, sollten wir das natürliche Öl des Eukalyptus benutzen und gewürfelte Rosenblätter. Das Violett - Harrys Storchschnabel und das natürliche Öl der Lotusblumen und deren zerhackte Blätter. Orange sollte Ylang- Ylang und eingelegte Ringelblumenblätter sein und für Grün Peridot und Smaragdöl. Ich habe noch ein bisschen mehr recherchiert und denke, gereinigtes Gletscherwasser würde eine ideale Basis zum arbeiten bilden. Das Buch das du von Durmstrang bekommen hat, empfiehlt Wasser aus den sibirischen Gletschern, doch während ich wach lag, fiel mir ein, dass ich mal gelesen habe, dass das Gletscherwasser aus Japan noch ein bisschen sauberer in der Qualität ist.“

Severus zuckte leicht überrascht zusammen. `Wie war es dir möglich das Buch zu lesen, welches ich von Durmstrang habe?“

„Es war in deinem Arbeitszimmer“, antwortete Hermine leichthin, „Jetzt…“

„Wie konntest du das sehen, Hermine? Du bist nie in meinen Räumen gewesen.“ Seine Augen zogen sich plötzlich zusammen, „Ausser du hast dich in meine Quartiere geschlichen, als du noch Schülerin warst - was unmöglich wäre. Es gibt keine Möglichkeit, wie du durch meine privaten Schutzzauber gekommen wärst.“

„Du hast mich letztens mit in deine Räume genommen, Severus, ehrlich...“ Hermine stoppte und biss sich erkennend auf die Unterlippe. Severus hatte es nicht bemerkt, dass er derjenige war der seine Räume geschaffen und eine Kopie des Buchs angefertigt hatte. Es war in den letzten drei Tagen so viel geschehen, dass es ihr einfach entfallen war ihm zu erzählen, dass er in ihrem Kopf genauso echte Räume erschaffen konnte wie sie. „Bei Circes Zähnen!“, rief sie aus, `ich hab es dir noch gar nicht erzählt!“

`Was erzählt, Hermine?“ Snape starrte sie an, die Augen zusammengekniffen. „Wann hast du meine Räume gesehen?“

„Samstag, nachdem du mich geküsst hast. Erinnerst du dich? Nach unserem Spaziergang um den See sind wir in deine Räume zurückgegangen und wärmten uns am Kamin auf. Ich glaube nicht, dass einer von uns beiden es zu diesem Zeitpunkt bemerkt hatte und bei all der Aufregung in der letzten Zeit habe ich es vollkommen vergessen. Es tut mir leid, dass ich es bis jetzt vergessen hatte, aber ich glaube, dass du genauso wie ich Dinge in meinem Kopf erschaffen kannst.“

Er sah aus, als wolle er es abstreiten, doch dann pausierte er, sein Gesicht war gedankenvoll. `Bist du dir sicher, dass wir in meinen Räumen waren und das es dasselbe Buch war?“

Hermine nickte, „Ich bin überzeugt davon, dass ich das Buch bis gestern nie gesehen habe. Und was deine Räume angeht, als du uns dahin gebracht hast saß ich nur in deinem Wohnzimmer, doch nachdem du gegangen bist, war auch der Rest zugänglich. Ich konnte in dein Schlafzimmer gehen. Du trägst eine Lesebrille - so eine kleine halbmondförmige wie Albus sie manchmal trägt. Sie lag auf einem aufgeschlagenen Buch, auf dem Tischchen neben deinem Bett. Dein Schrank war offen und ich konnte die Kleidung sehen, die darin hing. Deine Lehrerroben waren über einen dunkelgrünen, samtbezogenen Stuhl geworfen, der in einer Ecke steht. Ich sah mir die Bücher in deinem Regal an - und auch wenn da Titel waren, die ich noch nie gesehen habe, so konnte ich sie öffnen und den Text sehen. Ich sah sogar deine Nachforschungen…“, sie errötete plötzlich, „Ich sah das Bild, was du von mir gezeichnet hast. Ich hätte nie gedacht, dass du ein Künstler bist.“

Severus lächelte leicht, „Es gibt eine Menge Dinge, die du nicht von mir weißt.“ Er war plötzlich tief in Gedanken versunken. „Der Tag an dem ich dich im Zaubertränkeklassenzimmer fand, da blühten Blumen. Da waren rote Buschwindröschen, dieselben Blumen die Potter heute von Holly Meadows mitgebracht hat.“

„Sie waren in dem Strauss, den du mir ins St. Mungos mitgebarcht hast, als du das erste Mal bei mir warst“, bemerkte Hermine.

„Ich denke, dass ich unbewusst meine Erinnerungen, Teile von mir, in deinen Geist einbringe. Die Frage ist, kann ich es auch bewusst?“ Severus betrachtete sie aufmerksam. „Ich frage mich.... Hermine, hast du jemals versucht andere vertraute Plätze, die außerhalb von Hogwarts liegen, in deinem Kopf zu kreieren - andere außer deinem Schlafzimmer? Bist du jemals nach Hogsmeade gegangen, zum Beispiel?“

„Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht“, antwortete sie. „Bis du kamst und mich in die Gärten mitgenommen hast, hätte ich nie gedacht, dass ich innerhalb meines Kopfes „rausgehen“ kann.“

Severus hob eine Augenbraue, „Merkst du, wie verrückt das klingt?“

„Verrückt ist, dass du genau weißt was ich meine“, erwiderte Hermine. „Der Tag am See, als wir den Pfad entlanggingen - ich bin vorher nie dort gewesen. Bring mich zu irgendeinem Ort, jetzt, einen den ich noch nicht gesehen habe. Lass es uns testen und sehen wie weit wir gehen können.“

Snape griff aus und langte nach ihrer Hand, „Wohin willst du gehen?“

„An einen Ort, an dem ich noch nie gewesen bin“, antwortete sie, ihn anlächelnd. „An einen Ort, der wichtig für dich ist.“

Entlang ihrer Augenwinkel sah Hermine, wie die Wände sich bewegten, die Farben blendeten sie und verschwanden, als sie Snape anstarrte. Unter ihren Füßen verschwand der Boden, und ihr Magen hob sich, was sie dazu brachte zu blinzeln, um das plötzliche Schwindelgefühl zu vertreiben. Als sie ihre Augen wieder öffnete, standen sie auf einer Sandsteinklippe, der Geruch von Salzwasser lag schwer in der Luft. Unter ihnen rollten die Wellen an einen langen, weißen Sandstrand, während ein paar Sandpfeifer die Gischt jagten.

„Wo sind wir?“, rief Hermine und drehte ihr Gesicht hinauf zur Hitze, die die Sonne ausstrahlte.

„Griechenland“, antwortete Severus. „Bei Merlins Eiern, es ist genauso wie ich mich erinnere.“

Hermine lächelte, „An was erinnerst du dich? Griechenland gibt nicht viel Aufschluss.“

Snape nahm eine seiner Hände aus ihrer und zeigte auf eine kleine, einige Meter entfernte Villa, die sie nicht bemerkt hatte. „Albus hatte mich einmal gezwungen hier einen Urlaub zu verbringen. Er sagte ich müsste `mal von all dem weg kommen´, wenn du dir das vorstellen kannst.“ Er grinste. „Es war zu heiß und ich war schon zwei Stunden nach meiner Ankunft zu Tode gelangweilt. Er hatte mir verboten irgendwo hinzugehen, doch er vergaß mir irgendetwas hier zu lassen, mit dem ich mich beschäftigen konnte. Der kleinen Bibliothek in dieser Villa mangelte es an allem - obwohl ich glaube, Nettie würde sie gefallen.“


„Wenn du es so gehasst hast, warum hast du mich her gebracht?“

„Ich dachte, dir würde es gefallen“, antwortete er und strich eine Strähne ihres Haars hinter ihr Ohr.

„Es ist wunderschön“, stimmte Hermine zu und sah sich erneut um, ehe sie ihn geziert anlächelte. „Was hat sich Albus dabei gedacht, dich hier zu lassen?“

Severus rollte mit seinen Augen, „Ich hab keine Ahnung. Du hättest diese fürchterlichen Schwimmhosen sehen sollen, die er hier gelassen hat. Schwarz mit pinken Flamingos.“

Hermine begann zu kichern, „Hast du sie getragen?“

„Was glaubst du denn, du vorlautes Ding!“, knurrte er, bevor er hinzufügte, „Ich bevorzuge es nackt zu schwimmen. Dann gibt es keine weißen Streifen.“


Er grinste frech, als sie sich angesichts seiner Stellungnahme an ihrer Zunge verschluckte, ehe er sich vorlehnte und ihren lächelnden Mund küsste.

Sie kehrten erst sehr viel später an diesem Tag nach Hogwarts zurück.

~~~~~~~

In den nächsten Tagen testeten sie weiter Severus Möglichkeiten, Orte in ihrem Geist zu erschaffen. Sie fanden heraus, dass wenn sie einmal an einem Ort gewesen waren, sie immer wieder dorthin zurückkehren konnten. Als Hermine erwähnte, dass sie es befremdlich fände, durch Hogsmeade oder die Winkelgasse zu gehen, ohne das sonst noch jemand da wäre, hatte Severus nur eine Augenbraue gehoben.

„Hast Du mir nicht mal gesagt, dass du mich in deinem Kopf nachgebildet hast?“, fragte er.

Hermine nickte, „Doch, aber du hast nicht geredet. Oder besser, das Bild was ich von dir geschaffen hatte sprach, aber das Konstrukt von dir nicht.“

„Ein Bild von mir?“

„Ja - in dieser ersten Woche, wo du mich im St. Mungos nicht besuchen kamst, nach Creeveys Unfall - da fand ich einen Raum in meinem Kopf, der voller Bilder war. Ron war da... meine Mutter... du. Ich redete mit euch allen.“

„Hmmm... interessant. Also können Bilder mit dir sprechen, andere Konstruktionen aber nicht?“


„Bis jetzt nicht“, stimmte Hermine zu.

„Doch du kannst sie erschaffen?“

„Ja.“

„Nun denn, wenn wir irgendwo hingehen, lassen wir deinen Geist mit anderen Leuten bewohnen. Ich bin mir sicher, wenn wir unsere Köpfe zusammenstecken, bekommen wir sie dazu zu reden.“

„Das wäre schön“, stimmte sie zu. „Dann hätte ich jemanden zum reden, wenn du nicht da bist und ich würde mich nicht so alleine fühlen.“

Am Donnerstag, als er sie zur chinesischen Mauer mitgenommen hatte, lächelte sie ein kleiner, alter, zahnloser Mann an und verbeugte sich, als Severus eine Kopie von dem kleinen roten Buch des Präsidenten Mao kaufte.

„Do jeh! Do jeh!“, rief er glücklich aus nachdem Snape zu verstehen gegeben hatte, dass er das Wechselgeld behalten könnte.

„Foon ying“, erwiderte Snape freundlich, legte sich Hermines Hand in die Ellenbeuge, ehe er sich umdrehte um die Mauer noch ein paar Kilometer lang abzugehen.

Als Snape sie am nächsten Tag besuchen kam, fand er sie in der Bibliothek, wie sie eine sehr angeregte Diskussion mit sich selbst führte. Im wörtlichen Sinne. Für einen Moment blickte er in starrer Verwunderung auf die beiden Hermines, die über dem leise köchelnden Trank argumentierten, ehe sie beide aufsahen und ihn dort stehen sahen.

Bevor er blinzeln konnte, verschwand die eine Hermine mit einem ´Plopp`, ähnlich dem den man beim Apparieren hörte und ließ die andere Hermine heftig errötend zurück. „Du musst glauben, dass ich fürchterlich schräg bin“, begann sie, ehe er ihr das Wort abschnitt.

„Ich denke es nicht, ich weiß es“, antwortete er seidenweich. „Weshalb diskutierst du mit dir selbst?“

Hermine zuckte zusammen, „Ich kann das Konstrukt von dir einfach nicht zum reden bringen und ich habe mich gefragt, ob das daran liegen könnte, dass du tatsächlich in meinen Geist kommen kannst. Also dachte ich, ich schaffe ein Duplikat von mir selbst - als Test. In der Theorie sollte mein Duplikat nicht in der Lage zu reden, doch sie kann es. Tatsächlich ist es so, als sie einmal angefangen hatte, war es schwer sie wieder ruhig zu bekommen. Es ist nicht zu fassen, aber sie hat versucht mir zu sagen, dass ich zu schnell umrühre!“

„Dann ist es ein wirklich gutes Konstrukt gewesen“, antwortete Severus. „Jetzt weißt du wie sich der Rest von uns fühlt.“

Sie starrte ihn an, doch es war zu sehen, dass sie versuchte nicht zu grinsen, „So schlimm bin ich gar nicht!“

Er neigte leicht den Kopf, als ob er sagen wollte „Oh doch, das bist du.“ Da er sich jedoch davon abhielt das laut zu sagen, entschied Hermine, dass er den gleichen Standpunkt teilte. Er blieb den Rest des Tages bei ihr.

Später an diesem Abend betrachtete sie ihn amüsiert, wie er aufgeregt im Zaubertränkeklassenraum umherlief und seine Notizen immer wieder kontrollierte. Etwas abseits köchelte ein Duplikat des Trankes auf so kleiner Flamme, dass sie den Trank geradeso warm hielt. Sie hatten sich dazu entschieden, den Trank in ihrem Geist und außerhalb zu brauen, sodass sie an ihrer Kreation zur Heilung teilhaben konnte. Severus hatte mehr als einmal zugegeben, dass ihre Beobachtungen hilfreich waren und sie war überzeugt davon, dass sie morgen endlich frei sein würde.

Sie hatte sich schon überlegt, was sie als erstes machen wollte, wenn sie die Kontrolle über ihren Körper wieder erlangt hätte, Severus besinnungslos küssen und sehen, ob es sich draußen genauso wundervoll anfühlte wie in ihrem Kopf.

„Bist du immer so besorgt, wenn du einen Zaubertrank gebraut hast?“, stichelte sie, als Snape wieder an ihr vorbeilief und vor sich hin murmelte.

„Ich möchte sicher gehen, dass wir nichts vergessen haben“, antwortete er. „Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Phönixtränen eine gute Idee waren.“

„Sie werden schon nicht schaden“, erwiderte Hermine. „Und Trelawney wies uns extra darauf hin, in unserem Aurastärkungstrank etwas zu verwenden was klar ist.“

„Tatsächlich sind sie eher schillernd“, antwortete Severus, „Ich bin mir nicht sicher, ob das zählt.“

Hermine rollte mit ihren Augen, „Es gibt nichts mehr, was du noch tun könntest. Du erzählst mir schon die ganze Woche, dass das funktionieren würde - hast du mich getäuscht?“

„Nein“, sagte er, ehe er es kräftiger wiederholte, „Nein. Es wird funktionieren.“

„Wo liegt dann das Problem? Ich weiß, dass es funktionieren wird. Der ganze Brauvorgang war so wie du es beschrieben hast – der Trank wechselte seine Farbe, wenn du sagtest, dass er es müsste, einfach alles.

Beide drehten sich um, um den Trank anzusehen. Er war dicker als Tee, doch nicht so dick wie Honig, schimmerte leicht während die Farben regelmäßig wechselten; rot verlief in blau, welches sich in grün wandelte und dann violett wurde. Hermine dachte, das es wie ein flüssiger Regenbogen aussehen würde.

„Sagte Trelawney nicht zu dir, dass die wechselnden Farben aussehen würden, als würden Auren von einer in die andere übergehen?“

„Das hat sie; jedoch ist sie schon immer unterirdisch schlecht im Zaubertränke brauen gewesen. Nur weil sie findet, dass es hübsch aussieht, muss es nicht heißen, dass es wirkt.“

„Das stimmt“, stimmte Hermine zu, „Aber du bist der Zaubertränkemeister - und du selbst hast mir gesagt, dass es wirken wird, weshalb also Sorgen machen? Es ist unsere letzte Nacht hier. Es ist niemand da, der uns belästigen könnte. Ich kann das morgen nicht garantieren - ich hab das dumme Gefühl, dass Harry mich kaum aus seinem Blick lassen wird, wenn ich wieder frei bin. Und du weißt, dass Albus irgendwas geplant hat.“

Severus schnaubte, erlaubte ihr aber ihn vom Trank weg und durch die Seitentür in sein Wohnzimmer zu führen. „Wahrlich“, stimmte er zu, „Das wird das einzige sein was ich bei den Besuchen hier vermissen werde. Hier ist keiner der mich nerven kann.“

„Also, zieh deinen Vorteil daraus“, hauchte Hermine, als sie sich in seine Arme drehte während sie sich auf Zehenspitzen stehend an ihn lehnte, „Und küss mich.“

Severus ging ein paar Stunden später, darauf beharrend, dass sie Schlaf brauche. Sie hatte ihn soweit wie möglich in das Foyer begleitet, welches eine exakte Replikation der Eingangshalle von Hogwarts war, während sie mit ihren Augen rollte, als er ihr erklärte - mal wieder - wo sie am folgenden Tag auf ihn warten sollte.

„Ich möchte, dass du genau in der Nähe deiner Barrieren auf mich wartest, Hermine. Der Trank wird direkt nach der Einnahme am stärksten sein, deshalb müssen wir schnell arbeiten.“

„Ich weiß Severus und ich werde da sein“, antwortete Hermine. „Eingebildete wilde Pferde könnten mich nicht davon abhalten. Denkst du, dass wir den Fluch sehen können, wenn er aktiv sein sollte?“

„Wir werden es morgen herausfinden, oder nicht“, erwiderte er fast kryptisch. „Bedenke nur, wenn Draco die Wahrheit sagt, wird er weder dich noch mich gehen lassen wollen. Ich hasse es zuzugeben, aber ich bin froh, dass Potter dabei sein wird - ich hoffe nur, dass der Fluch nicht auch ihn angreifen wird.“

Hermine biss sich auf ihre Lippe und sah ihn grübelnd an, „Ich weiß, dass das gefährlich werden wird, aber gibt es da etwas, was du mir nicht sagst? Ich meine, uns wird es möglich sein uns zu befreien, oder?“

„Ich verspreche dir, morgen um diese Zeit wirst du Albus selbst sagen können, was er mit seinen Zitronendrops machen soll und er wird dich hören können“, grinste Snape.

Hermine lächelte daraufhin, „Und ich sage Harry, dass du froh darüber bist, dass er zu Hilfe gekommen ist.“

Severus starrte sie an, sagte aber nichts dagegen. Stattdessen lehnte er sich vor und küsste ihre Stirn. „Sag nur Sybil nicht, dass sie den Fluch für uns gebrochen hat, oder ich werde das Ende niemals hören. Und jetzt geh schlafen.“

„Du auch. Schlafe etwas. Ich liebe dich, Severus.“

Er gab ihr ein kleines, flüchtiges Lächeln, welches seine Augen berührte. „Ich liebe dich auch, Hermine.“

Er ging danach, ließ sie allein zurück zu seinen Räumen wandern. Sie hatte dort geschlafen, seit sie erkannt hatte, dass es seine Räume waren. Seine Vorliebe für ägyptische Baumwolllaken und der leichte Duft von ihm, der in die Kissen eingebettet zu sein schien, war ein gemütlicher sicherer Hafen in den sie sich flüchten konnte, wenn sie alleine war. Das Gewicht seiner schweren Decke war, als ob sie in seiner warmen Umarmung lag und oft, wenn sie des Nachts darunter lag, konnte sie fast glauben, dass sie nur auf ihn wartete bis er zu ihr ins gemeinsame Bett kam.

Als sie Severus Räume betrat lächelte sie ein frohes, geheimes Lächeln. Bald - sehr bald - würde sie wirklich in seinem Bett schlafen und er würde neben ihr liegen, sie in seinen Armen halten. Seine Bettdecke würde sie beide einhüllen und wenn sie etwas darüber zu bestimmen hätte, es würde eine Ewigkeit so bleiben.

Eine Zauber murmelnd, um das Feuer zu verkleinern, streckte Hermine ihre Arme über den Kopf und gähnte, als sie in sein Schlafzimmer ging und das Regenbogenlied summte, welches Sybil in dieser Woche gesungen hatte. Sie ging ins Badezimmer und wusch sich schnell ihr Gesicht und putzte sich die Zähne, erzitterte etwas unter der Kühle die sich in den Raum schlich, als sie in ihren Schlafanzug schlüpfte. Sie würde mit Severus darüber reden, die Kerker irgendwie etwas wärmer zu bekommen - vielleicht ein konstanter Zauber um den Schieferboden zu wärmen oder ein zusätzlicher Kamin im Schlafzimmer. Vielleicht ein paar dicke Teppiche. Sie würden definitiv einen weiteren Schrank für ihre Kleidung anschaffen müssen und sie versuchte schon herauszufinden, wo sie noch den Platz für all ihre Bücher finden würden. Schläfrig blinzelnd und voll mit befriedigenden Träumen über ihre Zukunft außerhalb ihres mentalen Gefängnisses, glitt sie unter seine Decken und schlief sofort ein.

So wie es schon viele Nächte vorher geschehen war und oftmals während ihrer wachen Stunden, regte sie sich nicht, wenn etliche unsichtbare graue Ketten sich um ihre Glieder schlangen. Genauso wenig spürte sie, wie sie sich um ihren Nacken schlangen, durch ihr Haar glitten, um durch ihre Haut zu gleiten, in die Tiefen ihres Geistes, wo ihre Träume eine vertraute, freudige Wendung nahmen. Ihr Geist summte glücklich als er sich mit Gedanken von ihr und Severus füllte, wie sie bis zum Ende ihres Lebens glücklich zusammen waren, reisten wohin sie wollten und auf ewig frei von den Einschränkungen, die die körperliche Welt ihnen auferlegte.


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