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Voldemort, Lord

(engl. Voldemort, Lord)

"Wei√üer als ein Sch√§del, mit weiten, scharlachrot lodernden Augen und einer Nase, die so platt war wie die einer Schlange, mit Schlitzen als N√ľstern ... Lord Voldemort war wieder erstanden." (HP4, 32)

Tom Vorlost Riddle, der dunkle Zauberer, der sich selbst Lord Voldemort nennt, wurde am 31. Dezember, einer kalten Silvesternacht, im Jahre 19251 in einem Londoner Waisenhaus geboren (HP6, 13). Seine Mutter war Merope Riddle, die Tochter von Vorlost Gaunt, und sie stammte in direkter Linie von Salazar Slytherin ab. Entgegen der Familientradition, nur eheliche Verbindungen mit reinbl√ľtigen Magiern einzugehen, verliebte sich Merope in den Muggel Tom Riddle senior, einen Gutsherrensohn aus dem nahe gelegenen Dorf Little Hangleton. Dieser zeigte jedoch keinerlei Interesse an der Hexe, weshalb sie ihn vermutlich mittels eines Liebestrankes verzauberte und so an sich band. Die beiden brannten durch und heirateten. Nach einiger Zeit wurde Merope schwanger, und in dem Glauben, er w√ľrde sie auch so lieben, h√∂rte sie damit auf, ihrem Mann Liebestrank zu verabreichen. Doch er verlie√ü sie und das ungeborene Kind sofort als ihm klar wurde, dass sie ihn verhext hatte, und kehrte zu seinen Eltern, Mr und Mrs Riddle, nach Little Hangleton zur√ľck (HP6, 10). Die schwangere Merope schwor nach diesem Vorfall der Zauberei ab und schlug sich mehr schlecht als recht durchs Leben, bis sie schlie√ülich kurz vor der Niederkunft Zuflucht in einem Londoner Waisenhaus suchte. Dort starb sie etwa eine Stunde nachdem ihr Sohn geboren war, hatte aber noch Zeit, der Leiterin des Waisenhauses, Mrs Cole, den Namen des Jungen mitzuteilen: Tom nach seinem Vater, Vorlost nach seinem Gro√üvater. Der Nachname des Kindes sollte Riddle sein (HP6, 13).

Kindheit

Während seiner gesamten Zeit im Waisenhaus bekam Tom kein einziges Mal Besuch. Er war stets ein Außenseiter und Einzelgänger und - laut Mrs Cole - ein komischer Kerl. Er war auch als Baby schon komisch, und schrie kaum. Und dann, als er ein wenig älter wurde, war er … sonderbar. Den anderen Kindern machte er Angst.

Auch wenn man ihm nie direkt etwas nachweisen konnte, geschahen doch merkw√ľrdige Dinge in seiner Gegenwart. Nach einem Streit mit Tom wurde Billy Stubbs' Kaninchen erh√§ngt am Dachbalken aufgefunden. Und Amy Benson und Dennis Bishop waren nicht mehr dieselben, seit sie w√§hrend des j√§hrlichen Sommerausfluges ans Meer gemeinsam mit Tom in eine H√∂hle gestiegen waren.

Als Albus Dumbledore 1938 das Waisenhaus aufsuchte, um Tom Riddle dar√ľber in Kenntnis zu setzen, dass er ein Zauberer ist und einen Platz an der Hogwarts-Schule f√ľr Hexerei und Zauberei hat, verhielt sich der Elfj√§hrige zun√§chst sehr misstrauisch und unh√∂flich. Seinem sp√§teren Professor gegen√ľber schlug er gar einen regelrechten Befehlston an. Dies √§nderte sich jedoch sehr schnell, als Dumbledore ihm den Grund seines Besuches erkl√§rte. Ganz anders als Harry Potter, der etwa 50 Jahre sp√§ter auf √§hnliche Weise √ľber seine magische Abstammung informiert wurde, zweifelte Tom Riddle keine Sekunde an seinen magischen F√§higkeiten. In heller Aufregung berichtete er Dumbledore √ľber seine Taten, und dass Leuten, die ihn √§rgerten, b√∂se Dinge zusto√üen. Er sammelte sogar Troph√§en, indem er seinen Opfern Dinge stahl. Ebenso wusste er, dass er die F√§higkeit besa√ü, mit Schlangen zu sprechen. Er f√ľhlte sich einzigartig, hatte keine Freunde und wollte auch keine. Er war es gewohnt, seine Angelegenheiten alleine zu erledigen. Bereits zu diesem Zeitpunkt lehnte er seinen Namen ‚ÄěTom‚Äú ab, da er ihm zu gew√∂hnlich war. (HP6, 13)

Schulzeit in Hogwarts 1938 ‚Äď 1945

1938 begann der als schwarzhaarig und gro√ü beschriebene Junge seine Ausbildung in Hogwarts. Er wurde vom Sprechenden Hut in das Haus Slytherin eingeteilt, kaum dass der Hut seinen Kopf ber√ľhrt hatte (HP6, 17). In seinen Sommerferien musste er jedoch immer in das Waisenhaus zu den Muggeln zur√ľckkehren, obwohl er lieber in Hogwarts geblieben w√§re (HP2, 13).

Tom Riddle war ein sehr guter Sch√ľler, von Albus Dumbledore, seinem Lehrer f√ľr Verwandlungen, wird er sp√§ter sogar als der wohl brillanteste Sch√ľler, den Hogwarts je gesehen hat (HP2, 18) beschrieben. Dennoch war es Dumbledore, der ihm von Anfang an nicht vertraute. Wie Tom sich selbst einsch√§tzte, hatte er schon immer die F√§higkeit, diejenigen, die er brauchte, zu bezaubern. Einzig Dumbledore schien er nicht umgarnen zu k√∂nnen (HP2, 17).

W√§hrend seiner Schulzeit war er von der Frage nach seiner Herkunft regelrecht besessen und fand schlie√ülich heraus, dass er m√ľtterlicherseits der letzte Nachkomme von Salazar Slytherin ist (HP2, 7 und HP6, 17). Als der Mitbegr√ľnder von Hogwarts nach einem Streit Hogwarts verlie√ü, da er gegen eine Aufnahme von muggelgeborenen Hexen und Zauberern als Sch√ľler war, lebte die Legende einer geheimen Kammer auf, die Slytherin angeblich im Schloss hinterlassen hatte. Mit der "Kammer des Schreckens", in der Slytherin ein Monster einschloss, wollte er gew√§hrleisten, dass eines Tages sein wahrer Erbe die Kammer √∂ffnen w√ľrde und so die Schule von Muggelgeborenen gereinigt und sein Werk vollendet w√ľrde. Als Tom von dieser Sage erfuhr, versuchte er soviel wie m√∂glich √ľber die Kammer in Erfahrung zu bringen, sie zu finden und so die Legende Wirklichkeit werden zu lassen (HP2, 9).

In seinem f√ľnften Schuljahr schlie√ülich entdeckte Tom den geheimen Eingang zur Kammer des Schreckens und lie√ü den darin lebenden Basilisken auf muggelgeborene Sch√ľler los. Dank seiner F√§higkeit, Parsel zu sprechen, gelang es ihm, die riesige Schlange zu beherrschen. Viele Sch√ľler wurden von dem Monster versteinert und schlie√ülich starb eine Sch√ľlerin in der M√§dchentoilette im ersten Stock, wo sich der Eingang zu der Kammer befindet. Der damalige Schulleiter von Hogwarts, Armando Dippet, stand unter enormen Druck, die Vorf√§lle aufzukl√§ren, und nach dem Tod der Maulenden Myrte stand die Schule sogar kurz vor der Schlie√üung. (HP2, 13 und HP2, 17)

Da dies als Konsequenz f√ľr Tom bedeutet h√§tte, ins Waisenhaus zur√ľckkehren zu m√ľssen, beschuldigte er am dreizehnten Juni 1943 den damaligen Drittkl√§ssler Rubeus Hagrid der √Ėffnung der Kammer, indem er den Schulleiter glauben lie√ü, Hagrids Riesenspinne Aragog w√§re f√ľr die Angriffe verantwortlich. Tom bekam daraufhin eine Auszeichnung f√ľr besondere Verdienste um die Schule und die Angelegenheit wurde stillgeschwiegen. Nur Professor Dumbledore sch√∂pfte Verdacht und beobachtete ihn von diesem Zeitpunkt an genau. Da es Tom nun unm√∂glich war, die Kammer nochmals zu √∂ffnen, hinterlie√ü er sein sechzehnj√§hriges Selbst in einem Tagebuch, so dass eines Tages jemand anderer Salazar Slytherins edles Werk vollenden k√∂nne. (HP2, 13 und 17)

Tom Riddle war w√§hrend seiner Zeit in Hogwarts als Mustersch√ľler bekannt. Er war Vertrauenssch√ľler und schlie√ülich Schulsprecher, sein Name steht auf einer Medaille f√ľr Magische Meriten (HP2, 13). Als ungew√∂hnlich begabte und gut aussehende Waise zog er die Aufmerksamkeit und Zuneigung des Lehrk√∂rpers auf sich (HP6, 17). Neben den Sch√ľlern Lestrange und Avery (II) findet er Aufnahme in Professor Slughorns "Slug-Klub", in dem der Lehrer besonders begabte Sch√ľler sowie solche mit guten Beziehungen um sich scharte. Er prophezeite Tom eine gro√üartige Karriere und sah ihn schon als k√ľnftigen Zaubereiminister (HP6, 23).

Niemand ahnte, dass er es war, der die Kammer des Schreckens geöffnet hatte. Zu dieser Zeit hatte er außerdem seinen Namen abgelegt und trug in seinem engsten Freundeskreis, einen neu erschaffenen Namen, von dem er wusste dass Zauberer allerorts ihn eines Tages [...] vor Angst nicht aussprechen wagen werden. Aus dem Namen seines "miesen Muggelvaters" entwickelte er ein Anagramm: "Tom Vorlost Riddle" wird durch die Vertauschung von Buchstaben zu "Ist Lord Voldemort". (HP2, 17 und HP6, 17)

Als Sechzehnj√§hriger machte er sich in den Ferien auf die Suche nach seinen magischen Verwandten, traf jedoch, als er das Haus der Gaunts erreichte, nur noch seinen Onkel, Morfin Gaunt, an. Sein Gro√üvater, Vorlost Gaunt, war zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben. Von Morfin erfuhr er, dass seine Mutter mit dem Muggel aus dem gro√üen Haus gegen√ľber durchgebrannt war und ein Familienerbst√ľck gestohlen hatte. Tom belegte Morfin mit einem Schockzauber, stahl seinen Zauberstab und ging in das Haus der Riddles. Dort t√∂tete er seinen Vater sowie seine Gro√üeltern mit Morfins Zauberstab. Anschlie√üend ver√§nderte er Morfins Ged√§chtnis, nahm Vorlosts Ring mit dem Peverell-Wappen an sich und kehrte ins Waisenhaus zur√ľck. (HP6, 17)

Der G√§rtner der Riddles, Frank Bryce, konnte ihn zwar beobachten, wurde sp√§ter jedoch selbst von der Polizei als Tatverd√§chtiger abgef√ľhrt. Nach Eintreffen des Obduktionsberichtes, der verlautete, dass an den Leichen keinerlei Gewalteinwirkung zu erkennen sei, wurde Frank Bryce wieder freigelassen (HP4, 1). Anders als die Muggel-Polizei wussten die Beamten des Zaubereiministeriums sofort, dass dies die Tat eines Zauberers war. Morfin Gaunt, als Muggelhasser bekannt und vorbestraft, stand sofort unter Tatverdacht und wurde - nachdem er auf Grund der Ged√§chtnisver√§nderung ein umfassendes Gest√§ndnis abgelegt hatte - zu einer lebenslangen Haft in Askaban verurteilt. (HP6, 17)

Nach einem Treffen des "Slug-Klubs" gelang es Tom mittels geschickter Schmeicheleien und unter dem Vorwand, dass alles rein hypothetisch sei, Horace Slughorn Informationen √ľber Horkruxe zu entlocken. So erfuhr er, dass der Horkrux dazu dient, einen Teil einer menschlichen Seele in einem Gegenstand au√üerhalb des K√∂rpers einzuschlie√üen, wodurch der betreffende Zauberer nicht sterben kann, selbst wenn sein K√∂rper zerst√∂rt w√ľrde. Zur Erschaffung eines Horkruxes ist ein Mord n√∂tig, doch Tom wollte sich auf seiner Suche nach der Unsterblichkeit nicht mit nur einem Horkrux begn√ľgen. Daher wollte er von Slughorn wissen, ob [...] ein einzelner Horkrux denn von gro√üem Nutzen w√§re und ob es einen nicht st√§rker machen w√ľrde, wenn man seine Seele in mehreren Teilen h√§tte. Nach Toms Ansicht war sieben die m√§chtigste magische Zahl, und somit sieben Horkruxe ideal. (HP6, 23)

Mit diesem Wissen ausgestattet und der Absicht, seine Seele schlussendlich in sieben Teile zu spalten, schuf Tom Riddle seine ersten beiden Horkruxe ‚Äď das Tagebuch, welches den Schl√ľssel zur Kammer des Schreckens darstellt, sowie Vorlost Gaunts Ring mit dem Peverell-Wappen. Das Tagebuch lie√ü er zu einem sp√§teren Zeitpunkt in Lucius Malfoys Obhut. Den Ring versteckte er, durch m√§chtige Zauberbanne gesch√ľtzt, im Haus der Gaunts. Wie Dumbledore meint, benutzte Tom nur seine bedeutendsten Morde zur Herstellung seiner Horkruxe. (HP6, 23)

Die Jahre der Verwandlung 1945 ‚Äď 1970

Nach seinem Schulabschluss im Jahr 1945 erwarteten alle Aufsehen erregende Dinge von Tom Riddle. Er erf√ľllte jedoch die Erwartungen nicht und nahm eine Stelle als Gehilfe bei "Borgin & Burkes" an, einem Laden f√ľr schwarzmagische Objekte in der Nokturngasse. Zuvor hatte er versucht, die Stelle des Lehrers f√ľr Verteidigung gegen die dunklen K√ľnste in Hogwarts zu bekommen, die bis zu diesem Zeitpunkt von Galatea Merrythought besetzt war. Wie Dumbledore vermutete, wollte Tom auf diese Weise zum einen die Geheimnisse des Schlosses erforschen und zum anderen auch Macht und Einfluss auf junge Hexen und Zauberer bekommen, und auf seinen Rat hin vertr√∂stete Armando Dippet den jungen Riddle, es doch ein paar Jahre sp√§ter wieder zu versuchen, wenn er √§lter sei. (HP6, 20)

Seine T√§tigkeit bei "Borgin & Burkes" bestand w√§hrend der n√§chsten Jahre darin, verschiedenen Magiern Hausbesuche abzustatten, um sie zu √ľberreden, ihre wertvollen Sch√§tze zu verkaufen. Er zeigte daf√ľr eine ungew√∂hnliche Begabung, wie man am Beispiel von Hepzibah Smith sehen kann, deren Vertrauen er spielend f√ľr sich gewann. Mit seinem Charme brachte sie sogar dazu, ihm ihre gr√∂√üten Kostbarkeiten zu zeigen: Helga Hufflepuffs Becher und Salazar Slytherins Medaillon. Eine Leichtsinnigkeit der alten Hexe, denn kaum hatte er diese Sch√§tze gesehen, vergiftete er Hepzibah Smith, stahl den Becher und das Medaillon. Er ver√§nderte das Ged√§chtnis ihrer alten Hauselfe Hokey, sodass diese sp√§ter gestand, ihre Herrin versehentlich vergiftet zu haben. Die errungenen Troph√§en machte er zu zwei weiteren Horkruxen, wobei er Slytherins Medaillon in eben jener H√∂hle versteckte, die er einst als Kind am Meer entdeckt hatte. Ob er einen weiteren Gegenstand von Rowena Ravenclaw oder Godric Gryffindor in seinen Besitz bringen konnte, um ihn ebenfalls in einen Horkrux zu verwandeln, kann heute selbst Albus Dumbledore nur vermuten. (HP6, 20, 23 und 25)

Nach Hepzibah Smiths Tod k√ľndigte Tom Riddle bei "Borgin & Burkes" und verschwand f√ľr zehn Jahre (HP6, 20), in denen er tief in den Dunklen K√ľnsten versank und sich so vielen gef√§hrlichen magischen Verwandlungen unterzog, dass er, als er als Lord Voldemort wieder auftauchte, kaum wieder zu erkennen war. Zu Harry Potters Schulzeit wissen nur sehr wenige Zauberer, dass Voldemort einst Tom Riddle war, da kaum einer ihn mit dem gut aussehenden Schulsprecher in Verbindung bringt (HP2, 18). Als er schlie√ülich um 1960 an die Hogwarts-Schule zur√ľckkehrte, um sich beim neuen Schulleiter Albus Dumbledore erneut um eine Stelle als Lehrer f√ľr Verteidigung gegen die dunklen K√ľnste zu bewerben, waren seine Z√ľge schon w√§chsern und merkw√ľrdig verzerrt und seine Augen rot gef√§rbt. Er prahlte damit, die Grenzen der Magie erweitert zu haben, weiter vielleicht, als es jemals geschehen ist. Doch Dumbledore hielt nicht viel von Voldemorts Taten. Er fand die Ger√ľchte √ľber Tom be√§ngstigend und weigerte sich, ihm die Stelle zu geben. Seitdem ist die Stelle verflucht, kein Lehrer blieb l√§nger als ein Jahr. (HP6, 20)


Die erste Machtergreifung Voldemorts 1970 ‚Äď 1981

Ab 1970 begann Voldemort, Anh√§nger um sich zu versammeln. Mit seinen Vorstellungen von der S√§uberung der Zaubererrasse und dem Ziel, den reinbl√ľtigen Zauberern wieder die F√ľhrung in der Zaubererwelt zu erm√∂glichen, gelang es ihm, viele Zauberer auf seine Seite zu bringen (HP5, 6). Sein Aufstieg zur Macht wurde durch das Verschwinden vieler Zauberer gepr√§gt und f√ľhrte schlie√ülich in den Gebrauch offener Gewalt. Als Voldemort jedoch Farbe bekannte und seine Ziele offenbarte, die Macht in der Zaubererwelt mit Gewalt zu √ľbernehmen, bekamen viele der Mitl√§ufer kalte F√ľ√üe (HP2, 18). Seine treusten Anh√§nger sind die so genannten Todesser. Das Erkennungszeichen dieser Gruppe ist das Dunkle Mal, ein Totensch√§del, aus dessen Mund sich eine Schlange windet. Jedem Todesser wird besagtes Mal von Voldemort in den linken Unterarm eingebrannt. Sobald dieser das Mal eines Todessers ber√ľhrt, gl√ľht das Mal eines jeden Todessers schwarz auf und sie m√ľssen an die Seite ihres Herrn apparieren (HP4, 33). Nach jedem Mord wurde das Dunkle Mal mit "Morsmordre!" in den Himmel beschworen, was f√ľr gro√üe Angst in der Bev√∂lkerung sorgte (HP4, 9). Die Todesser waren ber√ľchtigt daf√ľr, die Unverzeihlichen Fl√ľche einzusetzen. Viele Morde, vor allem an Muggeln, fanden sogar aus blo√üem "Spa√ü" statt (HP4, 33). Zu diesen Zeiten regierte Angst, Panik und Furcht, man konnte nicht sicher zwischen Freund und Feind unterscheiden und wusste nicht, wer Lord Voldemorts Anh√§nger waren. Das Ministerium stand unter Druck, den Krieg vor den Muggeln geheim zu halten. Barty Crouch senior, Chef der Abteilung f√ľr magische Strafverfolgung, begann, harte Ma√ünahmen zu ergreifen. Er bek√§mpfte Gewalt mit Gewalt und erlaubte den Auroren den Einsatz der Unverzeihlichen Fl√ľche. Als Todesser Verd√§chtigte wurden von nun an des √Ėfteren sogar ohne Verhandlung nach Askaban gesperrt (HP4, 27).

Doch nicht nur das Zaubereiministerium leistete Voldemort Widerstand. Auch Albus Dumbledore hatte eine Widerstandsgruppe f√ľr den Kampf gegen Voldemort gegr√ľndet - den Orden des Ph√∂nix. Der Orden war den Todessern zahlenm√§√üig jedoch weit unterlegen, und viele Ordensmitglieder wurden systematisch ermordet. (HP5, 9)

Gleichzeitig unterstand eine gewaltige Armee Voldemorts Befehl. Nicht nur seine treuen Todesser, sondern auch Hexen und Zauberer, die er erpresst oder verhext hatte und Scharen von verschiedenen dunklen Kreaturen, wie beispielsweise die Riesen, bildeten sein Heer. Auf der H√∂he seiner Macht erreichte er eines seiner Ziele, indem Zauberer und Hexen weltweit sich vor seinem Namen f√ľrchteten und nicht mehr wagten, ihn auszusprechen. Stattdessen wurde er nur noch "Du-wei√üt-schon-wer" genannt. (HP5, 5 und HP1, 1)

Im Jahre 1979 machte Sibyll Trelawney in Gegenwart von Albus Dumbledore eine Prophezeiung, in der die Geburt eines Jungen angek√ľndigt wurde, der die Macht haben w√ľrde, den Dunklen Lord zu t√∂ten. Der Todesser Severus Snape konnte den ersten Teil dieser Prophezeiung belauschen und sie Lord Voldemort √ľbermitteln. Den restlichen, entscheidenden Part der Prophezeiung jedoch, der verlauten l√§sst, dass jene Person vom Dunklen Lord als ebenb√ľrtig gekennzeichnet werde und eine Macht besitzen werde, die der Dunkle Lord nicht kenne, erf√§hrt er nicht. Voldemort wusste so auch nichts von der Gefahr, die ihm drohen w√ľrde, sollte er dieses Kind t√∂ten wollen. (HP5, 15 und HP5, 37 und HP6, 25)

Also beschloss Voldemort, das besagte Kind zu finden und es zu ermorden. Am 31. Juli 1980 wird Harry Potter geboren, dessen Eltern, Lily und James Potter, Voldemort dreimal die Stirn geboten haben. Doch auch auf Neville Longbottom, der am 30. Juli 19802 als Sohn der Auroren Frank und Alice Longbottom geboren wird, trifft diese Prophezeiung zu. Voldemort entscheidet jedoch, dass Harry, der halbbl√ľtige Zauberer, die gr√∂√üere Gefahr darstellt (HP5, 37). Es gelingt ihm, den Aufenthaltsort der Potters ausfindig zu machen, als deren Geheimniswahrer Peter Pettigrew das Versteck verr√§t (HP3, 19). Am 31. Oktober 1981, an Halloween, begibt sich Voldemort nach Godric‚Äôs Hollow, um Harry zu t√∂ten. Dort t√∂tet er zuerst James Potter, als dieser versucht, ihn aufzuhalten. Als er jedoch Harry t√∂ten will, weist er die um das Leben ihres Kindes flehende Lily an, zur Seite zu gehen. Doch Lily weigert sich, und so t√∂tet Voldemort auch sie mit dem "Avada Kedavra". Sein Versuch, Harry zu t√∂ten, scheitert vollends. Der Fluch wird sogar auf Voldemort zur√ľckgeworfen und rei√üt seine Seele aus seinem K√∂rper, die - durch die Horkruxe an die Erde gebunden - nicht sterben kann. All seiner Kr√§fte beraubt und kaum noch am Leben, flieht der Dunkle Lord. (HP4, 2, HP4, 33 und HP6, 23)


Die Jahre des k√∂rperlosen Daseins 1981 ‚Äď 1994

"Aaah... Schmerz, unvorstellbarer Schmerz, meine Freunde; nichts hätte mich dagegen wappnen können. Ich wurde aus meinem Körper gerissen, ich war weniger als ein Geist, weniger als das kläglichste Gespenst... und doch, ich lebte." (HP4, 33)

Voldemort, der von sich selbst sagt, dass er weiter auf dem Weg zur Unsterblichkeit gegangen sei, als alle anderen, kann sich aus eigener Kraft nicht zu einem K√∂rper verhelfen, da f√ľr jeden m√∂glicherweise hilfreichen Zauber ein Zauberstab von N√∂ten gewesen w√§re. So wartet Lord Voldemort k√∂rperlos und versteckt in den dunklen W√§ldern Albaniens darauf, dass einer seiner Todesser ihn suchen und finden w√ľrde, um ihm einen K√∂rper zur√ľckzugeben. Doch viele seiner Anh√§nger werden get√∂tet, landen in Askaban oder versuchen, sich durch L√ľgen und Gold von ihrer Schuld loszukaufen. Voldemort selbst wagt sich indes nicht aus seinem Versteck heraus, da die Auroren immer noch nach ihm Ausschau halten. Nur eine einzige seiner alten Kr√§fte ist ihm noch geblieben - die Kraft, andere Lebewesen mit seinem Geist zu bewohnen. Bevorzugt praktiziert er dies bei Tieren, besonders bei Schlangen. Doch die Tiere √ľberleben diesen Zustand nicht lange, da ihre K√∂rper daf√ľr nicht geeignet sind. So vegetiert er - sich zur Existenz zwingend - als blo√üer Schatten vor sich hin. (HP4, 33)

Erst 1991, als der junge Zauberer Quirenius Quirrell, Lehrer f√ľr Verteidigung gegen die dunklen K√ľnste in Hogwarts, ihm im Wald √ľber den Weg l√§uft, sieht Voldemort eine Chance. Er unterwirft den leichtgl√§ubigen und beeinflussbaren Mann seinem Willen und l√§sst sich von ihm nach England zur√ľck bringen (HP4, 33). Dort setzt er sich zum Ziel, den Stein der Weisen zu stehlen, um mit dessen Hilfe wieder zu einem K√∂rper zu gelangen. Am 31. Juli 1991 versucht er, den Stein aus einem Verlies in der Zaubererbank Gringotts zu stehlen und sorgt damit f√ľr Schlagzeilen im "Tagespropheten". Da der Stein aber kurz zuvor von Hagrid nach Hogwarts gebracht worden ist (HP1 ,5 und HP1, 8), schl√§gt der Versuch fehl, und Voldemort - erz√ľrnt √ľber das Versagen seines Dieners - beschlie√üt, diesen strenger zu √ľberwachen und nimmt von seinem K√∂rper Besitz (HP4, 33).

Versteckt unter Quirrells Turban folgt Voldemort dem Stein nach Hogwarts. Dort trifft er auf Harry, der f√ľr seinen Sturz verantwortlich ist, und versucht mehrmals, ihn zu t√∂ten. Bei einem Quidditchspiel verhext Quirrell Harrys Besen, um ihn abst√ľrzen zu lassen. Der Plan w√§re gegl√ľckt und h√§tte wohl ein t√∂dliches Ende f√ľr Harry genommen, wenn nicht Professor Snape einen Gegenzauber gesprochen h√§tte (HP1, 11). W√§hrend Harrys Strafarbeit im Verbotenen Wald vertreibt Firenze den Einhornblut trinkenden Quirrell und bringt Harry in Sicherheit, als er von der schaurigen Gestalt angegriffen wird (HP1, 15). Um endlich an den Stein zu gelangen, der durch den dreik√∂pfigen Hund Fluffy und verschiedene R√§tsel und Zauberbanne der Lehrer gesch√ľtzt wird, setzt Quirrell alles daran, in Erfahrung zu bringen, wie er die verschiedenen Zauber brechen kann. An Halloween l√§sst er sogar einen Troll als Ablenkungsman√∂ver in die Schule (HP1, 10). Mit dem Wissen, wie man gefahrlos an Fluffy vorbei kommt, gelangt Voldemort mit Quirrell bis zum Spiegel Nerhegeb, dem letzten Schutz des Steines. Dort wird er jedoch von Harry Potter gestellt, dem es gelingt, unbemerkt in den Besitz des Steines zu kommen, da er ihn ‚Äď im Gegensatz zu Voldemort ‚Äď nur finden, aber nicht benutzen will. Als Lord Voldemort herausfindet, dass Harry den Stein hat, bietet er dem Jungen einen Handel an: sich Voldemort anzuschlie√üen und sein Leben gegen den Stein einzutauschen. Harry weigert sich jedoch, woraufhin Quirrell versucht, Harry zu t√∂ten. Doch durch den Schutz, den Lilys aufopferungsvoller Tod heraufbeschworen hat, bereitet jede Ber√ľhrung von Harrys Haut Quirrell t√∂dliche Schmerzen. Als Professor Dumbledore schlie√ülich eintrifft, flieht Voldemort und √ľberl√§sst Quirrell dem Tod. (HP1, 16 und HP1, 17)

So schwach wie zuvor zieht sich Voldemort wieder in sein Versteck in den W√§ldern Albaniens zur√ľck. Er selbst spricht dabei von seiner dunkelsten Stunde. Keiner seiner treuen Todesser scheint mehr zu versuchen, seinen Herrn zu finden. Voldemort verliert an Hoffnung (HP4, 33). Zu dieser Zeit schafft Lucius Malfoy Riddles altes Tagebuch wieder nach Hogwarts, in dem Glauben, sein Herr sei tot und das Buch lediglich der Schl√ľssel zur ‚ÄěKammer des Schreckens‚Äú. Nach einer Pr√ľgelei mit Arthur Weasley in der Buchhandlung "Flourish & Blotts" schmuggelt er das Tagebuch unter Ginny Weasleys Schulb√ľcher (HP2, 4). Ginny schreibt in das Tagebuch, sch√ľttet ihm ihr Herz aus und erz√§hlt dem Fremden, der ihr daraus antwortet, ihre Geheimnisse. Tom Riddles sechzehnj√§hriges Selbst, welches in dem Buch hinterlegt ist, zeigt sich freundlich und verst√§ndnisvoll, und Ginny schenkt ihm immer gr√∂√üeres Vertrauen. Doch je mehr das M√§dchen sich dem Tagebuch anvertraut, desto st√§rker wird Tom. Er n√§hrt sich von ihren tiefsten √Ąngsten, ihren dunkelsten Geheimnissen. Er beginnt, Ginny zu kontrollieren und ihr allm√§hlich ein wenig von seiner Seele einzufl√∂√üen. (HP2, 17)

So l√§sst er sie - ohne ihr Wissen - die "Kammer des Schreckens" √∂ffnen und den Basilisken auf die Sch√ľler loslassen. Durch Ginnys Tagebucheintr√§ge erf√§hrt Tom zudem √ľber Harry Potters Existenz und seine Bedeutung f√ľr sein k√ľnftiges Ich, Lord Voldemort. Als Ginny bemerkt, dass ihre Erinnerung l√ľckenhaft ist, versucht sie es in der Toilette der Maulenden Myrte loszuwerden. Doch zu Ginnys Entsetzen und Riddles allergr√∂√ütem Vergn√ľgen findet ausgerechnet Harry das Buch. (HP2, 17)

Tom Riddle zeigt Harry in einem Tagebucheintrag, wie er Hagrid f√ľnfzig Jahre zuvor beschuldigt hatte, die Kammer des Schreckens ge√∂ffnet zu haben. Ginny, die sich um Harrys Wohl sorgt, stiehlt das Buch wieder aus Harrys Koffer, und Riddle, der nun wieder die Kontrolle √ľber Ginny hat, entf√ľhrt sie in die Kammer des Schreckens, um Harry zu sich zu locken. Dort enth√ľllt Tom ihm seine Identit√§t, und er erkl√§rt Harry, dass seine Erinnerung in dem Ma√üe st√§rker wird, wie Ginny an Kraft verliert. (HP2, 17)

Harrys Vertrauen gegen√ľber Albus Dumbledore, dem einzigen Zauberer, den Voldemort je f√ľrchtete, wird mit dem Erscheinen von Fawkes belohnt, der Harry den Sprechenden Hut bringt. Riddle ruft den Basilisken herbei, den Harry aber mit Hilfe von Fawkes und Gryffindors Schwert, das Harry aus dem Sprechenden Hut zieht, t√∂ten kann. Doch zu Toms Best√ľrzung neutralisieren die heilenden Tr√§nen des Ph√∂nixes das t√∂dliche Gift des Basilisken, das - durch Harrys Armwunde injiziert ‚Äď bereits seine Wirkung zeigte. Mit dem abgesplitterten Basiliskenzahn zerst√∂rt Harry Riddles Tagebuch und damit den Horkrux, Tom Riddles Erinnerung. (HP2, 17 und HP6, 23)

Voldemorts R√ľckkehr

Am achten Juni 1994 wird Voldemorts ehemaliger Spion Peter Pettigrew alias Wurmschwanz von seinen fr√ľheren Freunden Sirius Black und Remus Lupin aus seinem Versteck getrieben (HP3, 16 und HP3, 19). Wie von Professor Trelawney vorausgesagt, kehrt er zu seinem Herrn zur√ľck, den er in den W√§ldern Albaniens findet, wo Voldemort sich als dunkler Schatten aufh√§lt (HP4, 33).

In einem albanischen Gasthaus trifft der unvorsichtige Pettigrew auf Bertha Jorkins, eine Hexe aus dem Ministerium. Es gelingt ihm, sie zu √ľberw√§ltigen und zu Voldemort zu bringen, und sie erweist sich als eine √ľberaus n√ľtzliche Informationsquelle. Durch sie erf√§hrt der dunkle Lord, dass in diesem Jahr das Trimagische Turnier stattfinden soll, und dass sein treuer Todesser Barty Crouch junior von seinem Vater, Barty Crouch senior, aus Askaban befreit worden ist. Voldemort verschafft sich mit Hilfe von Naginis Gift und Einhornblut einen schw√§chlichen √úbergangsk√∂rper, der ihm das Reisen erm√∂glicht. So befreit er seinen jungen Diener aus der Gewalt des Vaters und unterwirft Crouch senior dem Imperius-Fluch. Den befreiten Todesser schickt er indes in Gestalt des alten Auroren Alastor Moody nach Hogwarts. (HP4, 33 und HP4, 35)

Sein prim√§res Ziel ist es jedoch, seinen alten K√∂rper zur√ľckzuerlangen, wozu er drei machtvolle Zutaten ben√∂tigt. Das Fleisch eines Dieners hat er mit Wurmschwanz gleich zur Stelle. Die Knochen seines Vaters findet er in dessen Grab in Little Hangleton. Und als "Spender" f√ľr das Blut eines Feindes w√§hlt er seinen Erzfeind, Harry Potter (HP4, 33). Vom Haus der Riddles aus dirigiert er Wurmschwanz und den jungen Crouch, um seiner habhaft zu werden. Dort t√∂tet er auch den wachsamen alten G√§rtner der Riddles, Frank Bryce (HP4, 1), dessen Tod, wie Albus Dumbledore √ľber zwei Jahre sp√§ter vermutet, zur Herstellung des letzten Horkruxes dient und einen Teil von Voldemorts Seele in dessen Schlange Nagini einschlie√üt (HP6, 23).

Durch geschickte Manipulationen gelingt es, Harry als vierten Champion in das Trimagische Turnier einzuschleusen und seinen Sieg zu gew√§hrleisten. Mit der Ber√ľhrung des Trimagischen Pokals, der von Crouch junior in einen Portschl√ľssel verwandelt worden ist, landet Harry ‚Äď gemeinsam mit Cedric Diggory - direkt auf dem Friedhof in Little Hangleton, wo er von Wurmschwanz in Empfang genommen wird (HP4, 35). Ohne jede Umschweife l√§sst Voldemort den "√úberfl√ľssigen" t√∂ten und weist Wurmschwanz an, das alte Kunstst√ľck schwarzer Magie durchzuf√ľhren. Durch das Ritual bekommt Voldemort seinen K√∂rper zur√ľck ‚Äď und mit Harrys Blut gleichzeitig den Schutz, denn Lilys Opfer heraufbeschworen hat. (HP4, 32 und HP4, 33 und HP4, 35)

Sein K√∂rper hat sich weiter ver√§ndert und wirkt weniger menschlich denn je. Er ist gro√ü und d√ľnn, seine Haut ist wei√üer als ein Sch√§del, seine Augen sind rot und die Pupillen sind wie die einer Katze. Seine Nase ist schlangengleich, sehr flach und mit Schlitzen als N√ľstern. Seine H√§nde sind indes gro√ü und spinnengleich. Nach seiner Wiederauferstehung ruft Voldemort seine Todesser zusammen. Er macht ihnen Vorhaltungen, wirft ihnen ihre Unt√§tigkeit im Angesicht seiner Schw√§che vor und beschuldigt sie der Huldigung des F√ľrsprechers der Gew√∂hnlichen, der Schlammbl√ľter und Muggel, Albus Dumbledore. Er macht ihnen klar, dass er nicht vergebe und nicht vergesse und die vierzehn Jahre seines k√∂rperlosen Daseins zur√ľckgezahlt haben wolle. Wurmschwanz belohnt er f√ľr sein Opfer und zaubert ihm eine neue Hand aus Silber. (HP4, 33)

Um seine wiedererlangte Macht zu beweisen und seine √úberlegenheit zu demonstrieren, fordert er Harry zum Duell heraus, welches anders verl√§uft, als von Voldemort erwartet. Bei Harrys Versuch, Voldemort mit "Expelliarmus!" zu entwaffnen, verbindet sich der Lichtstrahl aus Harrys Zauberstab mit dem aus Voldemorts zu einem goldenen Lichtfaden. Dieser seltener Effekt, Priori Incantatem, der nur bei Zauberst√§ben auftritt, die im Kern gleich sind, bewirkt, dass die ausge√ľbten Fl√ľche des unterliegenden Zauberstabes in umgekehrter Reihenfolge gezeigt werden. Und so entsteigen Voldemorts Zauberstab die Echos seiner letzten Opfer: Cedric, Frank Bryce, Bertha Jorkins und Harrys Eltern. Die Opfer umkreisen Harry und Voldemort und fl√ľstern Harry ermutigende Worte zu, w√§hrend Voldemort die Angst ins Gesicht geschrieben steht. Als Harry die Verbindung unterbricht, schirmen ihn die Echos der Opfer vor Voldemort und den Todessern ab, und so gelingt es Harry, mit Cedrics Leiche und dem Portschl√ľssel zur√ľck nach Hogwarts zu fliehen. (HP4, 34 und HP4, 37)


Voldemorts zunehmender Machtgewinn 1995 ‚Äď 1996

Obwohl Voldemort erfolgreich seinen K√∂rper wiedererlangt hat, ist seine R√ľckkehr √ľberhaupt nicht wie geplant abgelaufen. Harry h√§tte nicht entkommen und Albus Dumbledore nicht von Voldemorts R√ľckkehr erfahren sollen. Denn obwohl das Ministerium und die Medien Harrys und Dumbledores Aussagen √ľber Voldemorts R√ľckkehr leugnen, kann Dumbledore bereits Schritte gegen Voldemort einleiten und ihn bei der Ausf√ľhrung seiner Pl√§ne behindern. (HP5, 5)

Voldemort richtet seine Aufmerksamkeit auf Harry und versucht zu ergr√ľnden, warum ihm der Sch√ľler bisher so oft Paroli bieten konnte. Der exakte Inhalt der Prophezeiung, die seinerzeit √ľber ihn und Harry gemacht wurde, interessiert ihn daher brennend. Im Dezember 1995 stellt er schlie√ülich fest, dass durch den fehlgeschlagenen Fluch eine Verbindung ihrer Gedanken besteht, wodurch Harry die Emotionen des Dunklen Lords in seinen Tr√§umen miterlebt. Und als der aus Askaban entkommene Augustus Rookwood im Januar 1996 seinen Meister dar√ľber aufkl√§rt, dass eine Prophezeiung nur von den Personen von ihrem Platz genommen werden kann, auf die sie sich bezieht, nutzt Voldemort diese geistige Verbindung aus und schickt Harry qu√§lende Tr√§ume von der Eingangst√ľr zur Mysteriumsabteilung. Doch erst im Juni 1996 gelingt es ihm, Harry mit Visionen von Sirius Blacks Folter in die Mysteriumsabteilung zu locken. (HP5, 24 und HP5, 25 und HP5, 31 und HP5, 34 und HP5, 37)

Harry, der zusammen mit seinen Freunden Ron Weasley, Hermine Granger, Ginny Weasley, Neville Longbottom und Luna Lovegood zu Sirius Rettung in die Mysteriumsabteilung eilt, wird dort von einer Gruppe Todessern erwartet, die ihn dazu zwingen wollen, ihnen die Prophezeiung zu √ľbergeben. Dabei kommt es zu einem Kampf der Sch√ľler mit den Todessern, zu dem sp√§ter auch Nymphadora Tonks und Kingsley Shacklebolt vom Orden des Ph√∂nix sto√üen. Doch in der Hitze des Gefechts zerbricht die Prophezeiung, und bis auf Bellatrix Lestrange werden alle beteiligten Todesser von Dumbledore gefesselt und in der Todeskammer mit einem Anti-Disapparier-Fluch belegt. (HP5, 33 und HP5, 35)

Wutentbrannt dar√ľber erscheint Voldemort im Zaubereiministerium, um Harry zu t√∂ten. Er wird jedoch von Albus Dumbledore aufgehalten, der sich mit ihm ein furioses Duell liefert. Dumbledore, der Voldemort mit seinem alten Namen, Tom, anspricht, scheint den m√§chtigen Magier vertreiben zu k√∂nnen, doch Voldemort versucht, von Harry Besitz zu ergreifen. Als Harry in Todesangst an seinen im Kampf verstorbenen Paten denkt, kann Lord Voldemort nicht l√§nger in seinem K√∂rper bleiben und flieht mit Bellatrix Lestrange. (HP5, 36)

Nach einem Jahr des Leugnens muss das Zaubereiministerium nun Lord Voldemorts R√ľckkehr zugeben, und der zweite Krieg bricht aus. Anfang Juli 1996 hat das bereits die erste gravierende Ver√§nderung hervorgerufen: Cornelius Fudge wird als Zaubereiminister abgesetzt und durch Rufus Scrimgeour ersetzt. So gibt es Morde an Zauberern, wie Emmeline Vance oder Amelia Bones, die unmittelbarer N√§he des Premiereministers der Muggel geschehen. Muggel werden von Todessern verhext und mit Fl√ľchen belegt, es kommt zu landesweiten Angriffen durch Dementoren und Attacken von Riesen. W√§hrend seine Gefolgsleute eine immer gr√∂√üere Bedrohung darstellen, h√§lt sich Voldemort selbst eher im Hintergrund. (HP5, 38 und HP6, 1)

Voldemort erkennt die Gefahr, die von Harrys Zugang zu seinen Gedanken und Gef√ľhlen ausgeht, und setzt fortan Okklumentik gegen ihn ein (HP6, 4). Zudem macht er Draco Malfoy zu einem Todesser und beauftragt ihn mit der Ermordung von Professor Dumbledore (HP6, 27) ‚Äď teils aus Rache an Lucius f√ľr dessen Versagen im Ministerium, wie Narzissa Malfoy mutma√üt und in Spinner's End von Severus Snape best√§tigt bekommt (HP6, 2).

Ob Lord Voldemort bemerkt, dass Albus Dumbledore in dieser Zeit versucht, sein wohlbeh√ľtetes Geheimnis um die Horkruxe aufzudecken, bleibt zu vermuten. Doch gelingt es Dumbledore, Vorlosts Ring aufzusp√ľren und den darin existierenden Horkrux zu vernichten (HP6, 23). In der Absicht, Harry auf den finalen Kampf gegen Voldemort vorzubereiten, teilt Dumbledore sein Wissen mit ihm und nimmt ihn sogar mit zum Versteck eines weiteren Horkrux. In der H√∂hle finden sie das Medaillon von Salazar Slytherin und k√∂nnen es stehlen. Allerdings erf√§hrt Dumbledore nie, dass er nur eine Kopie gefunden hat und dass der echte Horkrux bereits lange zuvor von einer Hexe oder einem Zauberer mit den Initialen "R.A.B." entwendet und zerst√∂rt wurde (HP6, 26 und HP6, 29).

W√§hrenddessen gelingt es Draco mit Hilfe des reparierten Verschwindekabinetts einige Todesser in Hogwarts einzuschleusen. Sie schw√∂ren das Dunkle Mal herauf und locken Dumbledore auf den Astronomieturm, wo Voldemorts Plan schlie√ülich in Gegenwart von Alecto, Amycus und Fenrir Greyback vollendet wird ‚Äď wenngleich nicht, wie vorgesehen, von Draco. Albus Dumbledore, der einzige Zauberer, den Lord Voldemort jemals f√ľrchtete, wird von Severus Snape get√∂tet. (HP6, 27)

Quelle: HP1, HP2, HP3, HP4, HP5, HP6


Quellennachweis und Anmerkungen:

  1. JKRowling.com
  2. www.jkrowling.com

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